„Ganz schön gewagt, was du da machst.“


Frage: Ist das so?

Es gibt viele Menschen.
Es sind viele unterschiedliche.
Es sind alle mit Prägungen.
Es sind wenige, die sich ihrer annehmen, sie hinterfragen und es zulassen, sie aufzulösen, damit es ihnen bessergeht.

Was bin ich denn für ein Mensch?
Habe ich Prägungen? Ja.
War es schmerzhaft, manche von ihnen zu erkennen? Ja.
Habe ich aber genau durch all die Fragen ganz viele Antworten für mich gefunden? Ja.

Um meinen gewohnten und durch Prägungen entstandenen Pfad zu verlassen, musste ich ins Ungewohnte, ins Fremde.

Aber da ich mich innerlich auch „fremd“ fühlte, musste es wohl genau so sein.

Denn ja, Abitur, Lehre, Studium…ich ging und ging und ging. Aber irgendwas fehlte immer.

Es war mein Selbst.

Ein großes Wort – oft hinterfragt und noch öfter mit einhergehendem Trigger-Alarm. Erst recht, wenn man dann noch vom ominösen „wahren“ Selbst spricht.

Was ist das?
Der römische Philosoph Seneca half mir dabei, einen für mich geeigneteren Begriff für den Anfang zu finden: Das Alter Ego.

(an alle, die sich jetzt durch meine Begriffswahl und deren Vergleich getriggert fühlen: lasst euch auch hier gern mal auf den Perspektivwechsel ein. „Alter Ego“ und „Selbst“ werden vielleicht in eurer gewohnten Welt anders definiert. Es tut aber nicht weh, mal einen Blick durchs Schlüsselloch anderer Wahrheiten zu werfen. Dahinter wartet nichts außer eine Einladung. Du musst die Tür nicht öffnen)

Es war immer eine Identifikation mit „etwas anderem“ da und gleichzeitig war es ein erstrebenswerter Teil von mir – wie Cicero es sagte: ein „zweites Selbst“.

Die erste Antwort war dann für mich nicht: Ich muss D0mina werden, um meinem Alter Ego näherzukommen. Die einzige Entscheidung, die ich treffen musste war, den gewohnten Weg (der ja irgendwie nicht meiner war) zu verlassen und es zu wagen, voller Vertrauen zu folgen. Diesem Unbekannten und doch so Bekannten.

So folgte ich dem Leben und nahm jede Einladung an.

Kleine Einladung zur Perspektive: Begriffe wie „folgen“ und „führen“ begegneten mir bis dahin primär im klassischen Sinne. Sprich, ich folge Vorgesetzten und lass mich von dessen Stil führen. Dass ich das mal auf sehr interessante Weise hinterfragen durfte, was mir da vorgesetzt wurde, lehrte mich eben genau diese unbekannte Welt.

Beispiel-Szenario: D0mina führt, $klave folgt

Na, wieder getriggert? Herzlichen Glückwunsch – darin liegt eine Möglichkeit entspannter zu werden.

Vielleicht ist dir aufgefallen, dass es oft schlicht die Begriffe, sprich Worte sind, die Prägungen prägen.

Beim Wort wie „Neugeborenes“ reagiert das System ganz anders als auf „Tod“.
So lade ich ein, einmal auf Worte, wie die von mir genutzten zu schauen und was sie mit dir machen.

Egal ob das Wort „Selbst“ oder „$klave“: sie sind, wie sie sind. Wie du diese Begriffe allerdings begreifst, liegt an deiner Prägung und deiner Entscheidung, dich mal zu wagen, eine andere Perspektive zuzulassen, um deine Gewohnheit zu verlassen.