#51 Mechanische Helferchen & Sextoys und BDSM

Das, worüber ich heute erzähle, ist für mich noch so diffus. Denn die Variantenvielfalt mechanischer Helferchen und Sextoys in der BDSM-Welt ist faszinierend.

Neben den bekannten Hilfsmitteln wie Gerten, Andreaskreuzen oder Fesseln, gibt es es auch mechanische Helferchen und Sextoys, die mir komischerweise bis dato fremd waren.
Eins davon ist so kurios, wie einfach und bietet eine praktische Lösung für alternative Solo Auftritte.

Mechanische Sextoys in der BDSM Welt – ein Traum für Mann und Frau.

Ich komme einfach immer noch nicht so richtig auf dieses Gerät klar. Schon öfter erwähnte ich es und deshalb wird es heute Zeit, dass ich da mal genauer drauf eingehe und euch erzähle, welche Hilfsmittel es denn außerhalb der schon recht bekannten Sachen gibt. Da ist DAS auf jeden Fall Platz Nr. 1, zumindest bei den Gästen.

Ich bin immer wieder fasziniert, wie oft es gewünscht ist, diese Maschine zu wählen. Aber gut. Also neben den bekannten Hilfsmitteln wie Gerten und Peitschen, Andreaskreuz und so gibt es auch Utensilien, die nicht so unbedingt jeder kennt. Und die gilt es jetzt erstmal so zu erwähnen. Vielleicht kommt dem einen oder anderen etwas bekannt vor. Für die, die es noch nicht gehört haben, erkläre ich es jeweils kurz, da man diese Dinge ja nicht unbedingt kennt und nicht so recht weiß, was ist eigentlich in so einem Domina-Studio an Equipment vorhanden ist. Deshalb fängt es bei den Utensilien an, die wir so nutzen. Später komme ich dann zum eigentlichen Highlight dieser Folge, aber zuerst mal so ein paar grundsätzliche Erläuterungen.

Nervenräder

Nervenräder werden sehr, sehr oft und sehr gerne benutzt. Wie stellt man sich das vor? Simpel gesagt ist es ein kleiner Stab, an dem ein Rädchen mit scharfen Kanten dran ist – eher kleine Nägelchen. Wird gerne genutzt für’s Triezen, für’s Ärgern, für’s Stimulieren. Je nachdem, wie man über die Haut geht, tut es entsprechende mehr oder weniger weh. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten und Ausführungen, nur mit einem Zahnrad oder mehreren nebeneinander. Sie dienen relativ gut gut für Anfänger, weil es gerade in Verbindung mit Sinnesentzug immer ganz erregend und aufregend sein kann.

Spreizstangen

Spreizstangen konnte man sich ja vielleicht schon vorab vorstellen. Wenn man etwas mit einem Dominastudio verbindet, ist es meist das Andreaskreuz und Spreizstangen bieten eine gute Alternative, wenn keins da ist. Sie dienen einfach nur dazu, dass die Beine oder Arme, oder beides, auseinanderstehen, wenn da was gemacht wird und derjenige nicht die Möglichkeit haben soll, da was gegen zu tun. Das wird auch gerade bei passiven Damen immer gerne genutzt. Diese Storys höre ich mir dann immer gerne an, das ist schon irgendwie aufregend, wie viele Männer diese Spreizstangen auch wirklich für die passiven Damen nutzen. Die aktiven nutzen sie natürlich auch gern, damit derjenige etwas bewegungsunfähiger ist, sich nicht ganz so wehren und nicht entscheiden kann, ob er es will oder nicht.

Dilatoren

Dilatoren habe ich auch schon öfter mal genannt in verschiedenen Folgen – Harnröhrendehner. Im ersten Moment kneift es wahrscheinlich bei vielen Männern jetzt gerade, weil Mann es sich sehr schlecht vorstellen kann, wie man sowas mögen kann. Ich selber habe am Anfang auch wirklich gedacht: Oh ha, okay. Als ich diese Litanei an Größen gesehen habe, war ich selber oft verwirrt und habe mich gefragt, wie es ab einer gewissen Größe anatomisch überhaupt noch machbar ist. Ich bin kein Mann, deshalb konnte ich mir das sehr schwierig vorstellen. Und so ganz dünne Stäbchen konnte ich noch nachempfinden. Aber es gibt natürlich auch so welche, die ungefähr schon so eine doppelte Breite von Kugelschreibern haben. Also bis zum Endpunkt habe ich jetzt noch keinen Gast bekommen. Das wäre auch irgendwie komisch, da es schon ein richtiges Loch wäre, was da entsteht, wenn man diesen Harnröhrendehner in den Penis schiebt. Von daher!

Aber es gibt tatsächlich auch welche, die sind schon relativ fortgeschritten. Kugelschreiber ist für manche schon kein Problem mehr. Das ist auch immer wieder faszinierend, das zu beobachten und wie viele das dann auch selber machen wollen. Das ist Wahnsinn. Und diese Sachen gibt es natürlich auch noch in fortgeschrittenem Kurs, z. B. mit Strom. Wie gesagt, auch da, ich kann mir das irgendwie schwer vorstellen, aber lasst euch sagen: Doch, es funktioniert.

Und es scheint auch irgendwas zu bringen, denn da gehen schon die einen oder anderen ordentlich drauf ab. Wenn der Strom dann eingeschaltet wird, dann ist vorbei bei vielen. Also man könnte da wahrscheinlich auch eine eigene Folge drüber machen, aber das soll jetzt an der Stelle erstmal reichen. Denn was mich sehr gewundert hat ist, wie gerne Gewichte genommen werden, als nächsten Punkt:

Gewichte

Zu Beginn konnte ich noch nicht so recht einordnen, wofür man Gewichte braucht. Dass man sie für die Nippel und auch für die Hoden benutzen kann, soll und muss, das wurde mir dann ziemlich schnell bewusst und ich war fasziniert davon, wie hart manche Leute sind und was sie aushalten an Gewichten. Das ist echt der Wahnsinn. Ich meine, auch da wieder – ich habe keinen Hodensack, aber jedes Mal, wenn ich dann da welche dranhängen muss, bin ich immer fasziniert davon, was da alles so möglich ist. Man muss ja bedenken, es wird ja nicht in den Hoden an sich geklemmt, sondern in den Hodensack. Aber trotzdem. In Verbindung dann mit einer Spreizstange, baumelt da teilweise am Ende schon einiges. Und Wahnsinn, was manche da aushalten und wie sehr die danach flehen, noch mehr Gewichte dranhaben zu wollen.

Puh.

Das hätte ich jetzt auch so nicht gedacht. Und auch an den Nippeln bei den passiven Damen. Das ist unfassbar. Ich weiß nicht, wie das so ist bei euch, aber wenn ich daran denke, dass manche richtige Nippelklemmen nehmen, z. B. die man zudrehen kann, zwickt es bei mir überall. Ich kann euch sagen, ich bin da anscheinend sehr überempfindlich. Man probiert es ja dann aus und klemmt sich da auch mal sämtliche Sachen dran. Aber nee. Also für mich ist das gar nichts. Und umso krasser ist es für mich, da ich selbst gefühlt bei einer Wäscheklammer befürchte, dass da irgendwas kaputt geht.

Was bringen denn dann erst mechanische Helferchen und Sextoys?

Das sind so die Dinge, die im ersten Moment wahrscheinlich nicht so bekannt sind, aber durchaus alltagstauglich sind und die man dann gut als Hilfsmittelchen nehmen kann. Da fallen mir bestimmt irgendwann noch weitere ein, wenn wir dann mal wieder geöffnet haben. Momentan tun wir das ja noch nicht aufgrund der Corona-Zeit. Aber wenn die Folge veröffentlicht wird, habe ich bis dahin schon wieder Möglichkeiten, neuen Input zu besorgen und neue Gerätschaften auszuprobieren. Denn daran scheitert und mangelt es ja nun mal nicht. Denn auch die Gäste kommen ja immer wieder mit neuen Ideen.

Warum ich diese Folge jetzt eigentlich machen wollte und mache, sind ja die mechanischen Utensilien und Sextoys, die zu den nun bekannten hinzukommen. Ich selber wusste nicht, dass es so viele verschiedene derartige Toys gibt. Aber im Laufe der Zeit habe ich dann so zwei, drei verschiedene kennengelernt und war, ich sag mal, im ersten Moment geschockt, sowohl für die weiblichen Wesen als auch für die männlichen. Aber im zweiten Moment wurde mir bewusst, dass es ein großer Markt zu sein scheint.

Engines on!

Es muss ja irgendwie funktionieren, denn was es da alles so gibt, das ist auch mal wieder der pure Wahnsinn. Ich möchte jetzt nicht so genau auf die Maschinerie dieser mechanischen Helferchen und Sextoys eingehen, die es für Frauen gibt. Da lässt sich nur eins sagen: es gibt mechanische F***-Maschinen. Das sind Geräte, die stellt man auf den Boden, dann kann man die Frau davor klemmen und dann wird von hinten ein Dildo, oder was auch immer, per Automatismus in sie eingeführt und wieder rausgezogen.

Ich habe es ein einziges Mal sehen dürfen und mir ging alles Mögliche durch den Kopf, aber nicht unbedingt die sexuelle Erregung, die eigentlich von statten gehen sollte – bei mir intern. Aber ich habe die ganze Zeit diese Maschine beobachtet, wie sie ihren Dienst tut und dachte mir: krasse Sache. Ob da jetzt ein Kerl hinter ihr steht oder ob sie das macht. Per Knopfdruck konnte man auch schneller und langsamer regulieren. Die Vorliebe für dieses Teil für die ein oder andere passive Dame, konnte ich im Nachgang aber doch nachvollziehen.

Sextoys

Es kommt eben doch auf die Breite an – oder auf die Länge?

Und durch die verschiedenen Aufsätze: dicker, breiter, länger, konnte man wunderbar auf diverse Arten die Frau stimulieren, oder auch quälen. Die Situation an sich reicht ja schon, das zu sehen. Aber dass es dann kein Mann macht sondern so eine Maschine, wo ich dann die Knöpfe drücke – wow, das war eine Erfahrung. Also im zweiten Schritt war es dann auch ziemlich cool das zu sehen. Und es war ja auch schön zu sehen, wie die Dame dann entsprechend abgeht. Jedes Mal, wenn ich an dieser Maschinerie im Flur vorbei gehe, muss ich immer ein bisschen grinsen.

Dann gibt es ja das Pendant dazu für die Männer. Als ich das erste Mal in Berührung mit diesem Teil kam, war ich damals noch im Workshop. Man kann es sich sicherlich vorstellen: ich wusste nicht, dass es sowas gibt. Und als dieses mechanische Sextoy dann da ausgepackt wurde, dachte ich mir: Was zur Hölle … Ich hatte auf einmal schon so viele Bilder wieder im Kopf. Aber was am coolsten war, dass ich mich an zwei Situationen in meinem Leben erinnern konnte, in denen ich so ähnlich geschaut habe. Und das möchte ich jetzt vorab kurz mal erzählen, weil ich da immer noch super gerne dran zurückdenke und immer wieder grinsen muss, wenn ich daran denke.

Die Jugend prägt – immer wieder

Das erste, woran ich dachte, war mein erster Besuch in einem Sexshop damals mit 16. Ich weiß gar nicht, ob es verboten war oder nicht. Ich glaube, man darf nur mit 18 erst da rein. Aber auf dem Dorf ist man in vielerlei Hinsicht entspannt. Wir wollten in die Welt der Sextoys eintauchen und unserer Freundin damals ihren ersten Dildo schenken und dachten uns: Komm, wir sind jetzt mal ganz mutig. Und wir waren ganz aufgeregt und sind dann in diesen Laden gegangen. Das war so ein witziges Erlebnis, weil es halt einfach so … dieser Verkäufer! Also manche Leute haben ja wirklich ihren Traumjob gefunden. Da passt der Beruf wie Arsch auf Eimer. Und bei dem war es wirklich so. Besser hätte es nicht sein können. Er begrüßte uns schon mit einem überschwänglichen Hallo und bot uns ein Sektchen an. Ich gehe ich mal von aus, dass er homosexuell war.

Er sprach auch die ganze Zeit von irgendwelchen Pornos von Männern, die er total toll findet und er möchte da jetzt aber auch nicht weiter drauf eingehen, weil wir ja noch nicht so weit seien. Wir wollten zwar in die Welt der Sextoys eintauchen, aber am Ende ja einen Vibrator kaufen. Wir wussten ja damals auch noch nicht so genau den Unterschied zum Dildo und was es dann am Ende sein sollte.

Also holte er dann eine ganze Litanei an verschiedenen Geräten raus, beschaffte eine Kiste mit Batterien und versuchte, die Toys dann anzumachen. Manchmal ging das nicht und dann kam dieser Satz: Meine Güte, bei den ganzen Löchern weiß man ja gar nicht, wo man überhaupt noch was reinstecken soll! Geiler Typ. Wir haben uns kaputtgelacht. Das war ein Erlebnis. Es war nur ein kleiner Satz, aber ich feiere diesen Mann immer noch.

Vor allem, weil er irgendwann gemerkt hat, dass ich durch den Laden geguckt und ganz oben auf Regalen gesehen habe, dass da besondere Puppen ausgestellt stehen. Also noch nicht mal Puppen, sondern nur Büsten, Köpfe bis zu den Schultern. Bis dato dachte ich immer, diese Puppen gäbe es nur in ganz.

Manche sind für ihren Beruf geboren

Aber nein, auch da wurde ich schon aufgeklärt, dass es da auch nur Teile von diesen Dingern gibt. Er hat dann gesehen, dass ich da ziemlich interessiert war, und holte auch direkt eine von diesem Regal runter. Ich sah ziemlich schnell, dass sie Knöpfe im Nacken hatte. Natürlich, ich weiß es nicht mehr genau, aber ich könnte mir vorstellen, dass ich mir sofort gedacht habe, wofür diese Knöpfe bei diesem mechanischen Helferchen sind. Aber dieser Verkäufer hat mich dann auch Gott sei Dank sofort abgeholt und sagte, mit den Knöpfen könnte man ihren Mund bewegen. Ich weiß nicht, wie wir darauf kamen, aber er hat dann einen Knopf gedrückt und dann bewegte sich der Mund.  Und was sagt er?

Na diese Frau sollte besser nur Honolulu sagen und nicht Kanada, oder was sagt ihr?

Das war auch wieder so ein Burner. Ich habe diesen Mann so gefeiert. Also dieser erste Besuch im Sexshop war wirklich ein sehr prägendes Ereignis, allein wegen des Verkäufers. Aber natürlich auch wegen dieser ersten Begegnung mit mechanischen Sextoys. Diese Puppe war auch generell sehr spannend, zumal mir diese Puppe dann im späteren Leben nochmal begegnet ist, natürlich in anderer Form. Aber durch meine zeitlich begrenzte Anstellung bei einem Sex Toys Anbieter, konnte ich meinen Horizont damals schon um Welten erweitern. Binnen Tagen habe ich Sachen entdeckt und kennengelernt, wo ich wirklich niemals mit gerechnet hätte, dass es das gibt. Natürlich gab es da auch entsprechend ganz, ganz viele Puppen.

Und die haben wir auch alle ausprobiert – in Trockenformat. Wir haben sämtliche Knöpfe gedrückt und haben mal hier was reingesteckt und da mal geguckt. Das ist wie, darf man ja eigentlich nicht laut sagen, aber wie so ein Kinderwunderland für Erwachsene. Denn das Lager eines Sex Toys Shops oder Anbieters, bietet unfassbar viele Ablenkungsmöglichkeiten zur eigentlichen Arbeit. Und diese Puppen waren nur ein paar der Highlights. Aber es gab ja auch andere Sextoys, die mich absolut fasziniert haben.

Man muss alles mal testen

Zu der Zeit war Star Wars angesagt. Ein Teil meiner Einarbeitung galt es in der Graphikabteilung zu absolvieren und ihr müsst wissen, dass Mitarbeiter bei einem Sextoys Anbieter in der Graphikabteilung den ganzen Tag Toys konstruieren und bearbeiten die Bilder so, dass das Toy im besten Licht erscheint. Wir haben im Nachgang immer die Tester dafür bekommen, wenn die dann durch die anderen Abteilungen fertig gebaut waren. Faszinierend war dieser eine Dildo, der entsprechend des Hypes ein Lichtschwert widergespiegelt hat. Und dieses Lichtschwert konnte sogar abspritzen. Und das Abspritzgedöns war tatsächlich auch neongrün und schleimig.

Ich weiß nicht, ob das ein Spaß war. Das war wahrscheinlich nur so ein Muster, aber als ich dieses Toy gesehen habe, war ich vom Ideenreichtum mancher Menschen echt begeistert. Und dieses Toy ist mir bis heute im Kopf geblieben. Das war so witzig. Natürlich war das nicht ungesund, was da raus kam, aber ich selber habe mich gefragt, wie geil das sein kann untenrum grünen Schleim im Höschen zu haben. Ich glaube nicht unbedingt erregend. Aber es war einfach witzig. Und es reihte sich ein in die außergewöhnlichen Sextoys.

Eine Muh, eine Mäh, eine Tätärätätä..Spaß muss sein

Die mechanische Geschichte war auch total spannend, weil es einfach sehr interessant ist, wie man sowas regeln kann. Und zwar gibt es die F***-Maschine in abgewandelter Form auch für Männer. Also wie so eine Taschenmuschi, aber als mechanisches Helferchen. Da steckt man den Penis rein, drückt einen Knopf und dann ist das wie so eine Perlenkette, die sich immer wieder entlang des Penisses zieht und zusätzlich ein Vakuum entsteht. Dann braucht der Mann gar nichts zu machen.

Ist das nicht spannend? Als ich das zum ersten Mal in der Hand hatte, wollte ich am liebsten ein Versuchskaninchen haben. Ich würde das gerne mal wissen. Aber kannst du ja nicht machen. Wir waren zwar sehr, ich sag mal, offen und entspannt, aber so dann nu auch wieder nicht. Ich konnte es leider bisher nur sehen, wie es funktioniert, wenn man die Finger reinsteckt. Aber ich konnte es mir anhand dessen auch schon sehr gut vorstellen, dass es gut funktionieren kann.

Aber zurück zu meinem eigentlichen Vorhaben, euch das mal genauer zu erzählen, worum es hier eigentlich die ganze Zeit gehen soll. Ich musste das nur vorab loswerden, da es ja auch immer schöne Erinnerungen sind, die man auf diese Weise verewigen kann. Vielleicht habt ihr da ja auch das eine oder andere Mal schmunzeln können, weil euch auch schon mal irgendwelche Situationen begegnet sind, die man einfach gefeiert hat, in Verbindung mit dieser Szenerie.

Sextoys
Humor ist alles.

Zurück jetzt zu dem mechanischen Sextoys. Also, ja, wie gesagt, für mich das Unwort des Jahrtausends – es geht in dieser Folge um eine Melkmaschine.

Manche Männer, und das verstehe ich nicht so ganz, weil ich das irgendwie absolut fies finde, aber so ist ja jeder anders – die reden ja schon mal gerne von „abmelken“. Wenn man auf einschlägigen Plattformen unterwegs ist oder Foreneinträge sieht, sieht man öfter schon mal, dass die Männer von abmelken sprechen. Da stellen sich mir die Nackenhaare hoch, wenn dieses Wort mir begegnet. Aber gut, es ist halt so. Von daher alles gut. Aber es gibt natürlich zu diesem Abmelken die passende Maschine. Willkommen in der Welt der kuriosen Sextoys. Vielleicht kommt es daher, diese Bezeichnung, vielleicht auch nicht, ich weiß es nicht, aber eine Abmelkmaschine haben wir natürlich auch im Studio und ich war und bin immer noch überrascht, wie oft diese Maschine genutzt werden möchte.

Das erste Mal ist mir diese Gerätschaft ja in einem Workshop begegnet. Als ich es das erste Mal gesehen habe: ein Ding aus einem kleinen Koffer, mit Schläuchen, Drehrädchen und verschiedenen Aufsätzen (je nachdem), ich war etwas irritiert. Aber nach diesem Workshop konnte ich es verstehen, warum die Männer das so cool finden, weil es natürlich sehr, sehr praktisch gewesen ist. Ich habe mich dann entsprechend auf meinen ersten Gast gefreut, dem ich sowas mal anlegen darf.

Vorfreude ist die schönste Freude.

Hat auch nicht lange gedauert, und seitdem ist er auch ein sehr gern gesehener Stammgast. Warum erzähl ich gleich. Auf jeden Fall sollte ich das dann das erste Mal bei ihm ausprobieren. Ich fand es allein schon so cool, dass wir es so hinbekommen haben, wie wir es hinbekommen haben. Denn normalerweise spielt dieses ganze Surrounding ja auch mit. Man muss reinkommen vom Kopf her. Da ist man schon in diesem Raum und dann will man da ja auch richtig reinkommen ins Spiel. Bei dieser Szenerie finde ich es immer etwas schwieriger, allein weil es kein alltägliches unter den Sextoys ist und man dieses Teil erst noch aufbauen muss.

Aber gut, das passt dann für viele. Dann schnackt man halt ein bisschen zusammen oder derjenige legt sich dann schon mal hin und geht im Kopf schon mal so die ersten Schritte durch, während ich aufbaue. Es muss eben sein. Am Ende spielt der Transformator eine wichtige Rolle, an dessen Ende ja der Schlauch dran gemacht wird mit dem Aufsatz, der entsprechend der Größe des Gemächts passt und am nützlichsten wäre.

Dann muss man ja auch noch den anderen Schlauch dranmachen für das Drehrädchen. Irgendwie fand ich das aber total cool, denn direkt beim ersten Mal, während ich diese Maschinerie aufgebaut habe, hat mein Gast mich abgeholt und abgelenkt. Natürlich, für mich ist das auch ein bisschen komisch. Was soll man da erzählen, während man dieses Ding aufbaut. Das hat jetzt nicht unbedingt so viel damit zu tun, das Kopfkino starten zu können. Das ist ja eher ein absoluter Killer.

Sextoys – Aufklärung ist alles

Aber gut, der Mann kannte sie schon und hat mir entsprechend erzählt, wie lange er das schon macht und welche Erfahrungen er bereits gemacht hat. So ging es dann auch. Dann war meine Arbeit ja eigentlich auch schon getan. Man kann, wenn man dieses Ding aufgesetzt hat, mit der anderen Hand den Drehregler regeln, wie schnell das Ding pumpen soll. Natürlich muss man das mit einer Hand festhalten, aber das soll ja dann bitte der werte Herr tun. Der wichtigste Aufsatz wird übergestülpt und dann kann es auch schon losgehen. Dann entsteht ein Vakuum, was immer wieder durch Luftzufuhr unterbrochen wird. Es sieht auf seine Weise ziemlich komisch aus und das Geräusch macht es nicht unbedingt besser. Dieses Nono-ähnliche Geräusch des Staubsaugers von den Teletubbies macht mich wahnsinnig.

Der Kopf bleibt draußen.

Aber auch hier soll es ja nicht um mich gehen. Dann kann man ja regeln, wie schnell dieses mechanische Helferchen pumpen soll oder nicht. Dementsprechend war meine Arbeit dann ziemlich schnell getan. Ich habe mich einfach dahin gesetzt und zugeguckt. Wir haben währenddessen geplaudert und zusammen gelacht. Und irgendwann, mitten in dieser Szenerie beim ersten Mal, dachte ich, ich frag ihn jetzt einfach mal, was man denn jetzt parallel noch für Stimulanzien einsetzen könne – eben, weil es ja so eine kuriose Situation war.

Ich meine gut, dieses Teil ist unter den Sextoys natürlich relativ teuer, deshalb haben das wahrscheinlich auch nicht so viele Männer zuhause. Aber ich habe mich das gefragt, weil ich mir auch so unnütz vorkam. Ich mache jetzt hier gerade gar nichts, aber gut. Deshalb habe ich ihn gefragt: Sag mal, warum möchtest du das hier immer machen? Bzw. damals war es ja das erste Mal, aber seitdem weiß ich wenigstens, warum er regelmäßig zu mir kommt und warum das immer eine ultra witzige Stunde ist. Ich hab ihn gefragt warum. Warum dieses Teil?

Er will einfach gucken, wie oft er es schafft, in einer Stunde zu kommen!

Okay! Quasi als Selbstexperiment, wo ich dann einen passiven Teil dazu beitragen muss, indem ich das einfach aufbaue und aufstecke und fertig. Ja, dementsprechend ist es halt jetzt immer total cool, wenn er zu mir kommt. Wir unterhalten uns und zwischendurch ist dann der Moment der Momente da. Dann geht es aber weiter und weiter und weiter. Also wie oft er da jetzt im Schnitt kommt und auch ob er da auch immer wieder neue High Scores aufstellen kann, das verrate ich jetzt mal nicht. Aber dieses mechanische Helferchen unter den Sextoys hat mir auf jeden Fall eine witzige und skurrile und anscheinend auch sehr hilfreiche Alternative gezeigt, wie Männer sich selbst abmelken können.

Ein paar Schlagwörter

Warum macht sie das?

  • aktuell: BDSM greifbarer machen
  • Ermutigen auch einen Blick über euren Tellerrand zu wagen

Wie macht sie das?

  • Ausbruch - neue/alternative Wege gehen
  • Motivation und Inspiration durch Menschen, Momente und nimmersatte Neugierde

Womit macht sie das?

  • Mit Geschichten aus dem wahren Leben.
  • Mit eigener Erfahrung, die sie euch zu Nutze macht.
  • Mit knallharter Wahrheit und derzeit jeder Menge Fakten über die schwarz-bunte Welt der BDSM Szene