#59 Das Spiel mit der Scham und der Demütigung

Viele wollen es, wenige können es. Gerade bei Frauen ist der bewusste Wunsch, gedemütigt werden zu wollen, ziemlich groß und muss trotzdem aus Scham doch so klein bleiben. Deshalb heute: Was steckt eigentlich dahinter, welche Ängste herrschen da vor und wie kann Frau als auch Mann diese Ängste überwinden?

Bevor es mit dem eigentlichen Thema losgeht, möchte ich euch eine andere und doch ähnliche Situation aus meinem Leben vorspielen, in der ich mich mit einer Form der Scham auseinandersetzten musste. Anderer Umstand, aber doch ziemlich passend für die aktuelle Folge. Es folgt meine Folge, die ich genau vor einem Jahr gedreht habe, bevor ich die erste Folge des Podcastes veröffentlicht habe.

08.08.2019 – Meine Gefühle vor dem Livegang

Heute ist der Tag der Tage für mich. Es ist 7 Uhr, ich werde gleich zum vereinbarten Treffpunkt fahren, wo ich mich mit der Agentur treffe, mit der ich dieses ganze Projekt mache, und werde heute den Livegang meiner Homepage und meiner Podcast-Folge machen, meiner ersten.

Ich möchte die Chance jetzt hier gerade mal nutzen, um meine Gefühle und all die Gedanken, die ich so habe, die Ängste, alles, was gerade so passiert, festzuhalten. Denn entgegen meiner Vorstellung, wie das alles so abläuft, habe ich heute Nacht die übelsten Alpträume gehabt. Die ganzen letzten Tage waren so anstrengend und so voller Zweifel – Mach es nicht! Und alles, was irgendwie mit Scham und Ängsten und überhaupt allem so zu tun hat. Ich weiß auch nicht, warum es so ist.

Ich bin einfach nur verwirrt und voller Scham momentan, und ich weiß nicht, ob ich es machen soll oder nicht. Was ist so die letzten Tage passiert? Also erstmal sehr, sehr viel, sei es jetzt im Studio oder privat. Alles, was irgendwie mit diesem Projekt zu tun hat, angefangen beim Eröffnen des Geschäftskontos, wo ich damit konfrontiert wurde, dass ich mich in einem Themenbereich bewege, der doch immer noch sehr, sehr, sehr überschattet ist. Ich weiß auch nicht, diese Begegnung da mit der Person, das war schon echt anstrengend.

Und ich musste wieder zusehen, dass ich nicht in die Rechtfertigung verfalle, warum ich jetzt mein ach so funktionierendes Leben doch aufgebe und mich mit so einem furchtbaren Thema befasse. Ach, ich weiß auch nicht, ich kann das ja alles irgendwie so ein bisschen verstehen, dass zumindest Banken oder so auch nicht unbedingt so viel mit dem Thema zu tun haben, aber es ist so unfassbar erschreckend, wie krass die Leute gegen dieses Thema sind.

Zwischen Klischee und Wunsch zu neuer Denke

Das ist schon echt der Wahnsinn. Naja, auf jeden Fall war das schon anstrengend, und dann passierten im Studio so wirklich fiese Dinge, wo ich wirklich an meine psychologische Grenze gekommen bin. Wie soll ich sagen, also man kann ja noch so tolerant sein und sich noch so einreden: Ja, das hat alles seine Gründe. Aber manche Dinge sind schon echt hart. Da wurde ich halt zuerst mal so richtig auch mit Fäkalien konfrontiert, wo ich dann auch sagen musste: Nee, geht nicht. Aber auch, wenn ich sage „geht nicht“, dann war ich ja trotzdem damit konfrontiert, und ich habe den Menschen gesehen, ich habe die Geschichte dahinter mitbekommen und ich habe mitbekommen, wie eine andere Dame das dann übernommen hat.

In Verbindung mit dem Aufeinandertreffen mit der Bank, mit diesem normalen Leben, habe ich dann gedacht: Vielleicht hat sie Recht. Vielleicht ist das doch alles zu krass. Dann hat man ja sein eigentliches Leben noch. Dann hat man seinen Alltag, dann habe ich mich gestern mit einer Freundin getroffen, der konnte ich das ja noch nicht sagen. Ich hatte das aber die ganze Zeit im Kopf, also gestern schon, was heißt gestern schon, die ganzen Tage über, dass ja heute der Tag der Tage ist. Aber ich konnte es ihr nicht sagen, weil ich mit mir gehadert habe, ob das so gut ist, was ich hier tue.

Auf der anderen Seite hat man dann Menschen, die dann davon wissen und sagen: Bor, das ist alles voll toll. Du wirst das machen. Das wird groß und es wird gut. Ja, die Eltern stehen hinter einem, die besten Freunde stehen hinter einem, viele Gespräche geführt die letzten Tage, in denen ich über meine Zweifel gesprochen habe. Alle reden mir gut zu, aber ich kann’s nicht an mich ranlassen. Ich weiß nicht. Irgendwas ist da. Das sind so Urängste.

Rebellion

Ich meine, es ist ja alles erklärbar. Ich wurde so erzogen. Man wächst ja generell in der Gesellschaft auf, was man zu tun hat, wie man groß werden soll, was man tun muss, damit man angesehen wird, damit die Gesellschaft einen akzeptiert und welche Masken man dafür aufsetzen muss.

Das habe ich alles gemacht, und jetzt herrscht das erste Mal Rebellion.

Ich mache etwas, wo ich viel, viel Gegenwehr bekommen werde. Ich weiß ja auch jetzt schon, dass es viele Menschen geben wird, die ich nie gesehen habe und nie sehen werde, und trotzdem wissen die mehr über mein Leben als ich selbst. Viel Shitstorm, der jetzt auch passiert, weil ich das alles übers Internet mache, viele Kommentare, viele Menschen, die mir irgendwie versuchen, Steine in den Weg zu legen. Das weiß man ja irgendwie alles, und trotzdem lass ich mich total davon mitziehen und sehe überhaupt nicht mehr, dass es ja auch anders sein kann. Wie gesagt, das wird passieren. Das habe ich jetzt durch diese Domina-Sache auch schon feststellen dürfen, dass es unfassbar viele Spinner gibt. Aber da habe ich es ja auch irgendwie geschafft, mich davon abzugrenzen. Aber jetzt geht es ja so um meine Person.

Als Domina ist man ja eine andere Person.

Man hat ja sogar einen anderen Namen und man kann sich einreden, dass das alles ein bisschen mit mehr Abstand zu sehen ist. Da kreieren Menschen ja sämtlich Möglichkeiten der Erklärung und der Möglichkeiten, dass man sich das besser erklären kann, warum man das macht, um sich besser zu fühlen.

Wer bin ich?

Aber jetzt, in dem Fall, geht es halt nicht. Jetzt geht es wirklich um meine Person. Ich hatte heute so schlimme Alpträume auch – meine Güte. Bor, was macht dieses Unterbewusste mit einem? Warum kommt dieses Teuflische dann so in einem durch, obwohl ja heute so der Tag sein sollte, wo ich übelst gut drauf sein sollte, wo ich mich drauf freuen sollte. Ich fahr heute Abend noch zu meinen Eltern, um denen zu sagen, dass es jetzt so ist. Das wissen die noch nicht, dass ich live gehen werde heute mit meiner ersten Folge.

Das sollte eigentlich der totale Erfolg für mich sein. Aber ich liege jetzt hier und bin so fremdgesteuert durch meine Scham und meine Ängste – Wahnsinn. Ich habe jetzt gerade schon auf die Uhr geguckt. Es ist jetzt kurz nach 7, ich muss aufstehen, weil ich mich um 8 Uhr treffe. Ich habe jetzt schon so unfassbar viele Gedanken im Kopf.

Hilfe!

Oje, ich habe heute Mittag noch ein Telefonat mit jemandem, der mir voll helfen soll, weil er selber schon ganz, ganz lange im Business und beratend tätig ist, viele berühmte Menschen kennt, mit dem ich zusammengekommen bin über Netzwerke, über Kontakte, über Unterstützung, weil da jemand an mich glaubt und gesagt hat: Du musst mit diesem Menschen zusammen kommen.

Scham sich selbst gegenüber

Ich habe so Angst vor diesem Gespräch, weil ich ja „nur ein kleines Licht“ sei und er ja sonst nur mit berühmten Menschen zu tun hat. Meine Güte! Heute wird ein spannender Tag, das ist so ein ähnlicher Tag wie bei der Folge, die ich gedreht habe, bevor ich mich meinen Eltern offenbart habe. Aber gerade deshalb, weil ich mit so einem Gefühl aufgewacht bin, habe ich gedacht: Komm, nutze es, sprich einfach mal ein paar Worte ins Diktiergerät. Wer weiß, was es dir bringt. Stand jetzt: Ich bin tierisch aufgeregt. Ich bin voller Zweifel, voller Ängste. Ich kann es nicht erklären, warum es so ist. Es gehört alles dazu, ich weiß. Es ist alles ein Test, wie stark ich bin und wie bereit ich bin für eine wirkliche Veränderung. Aber die Umsetzung sieht ja leider immer so ein bisschen anders aus.

Der Kampf mit der Scham

Ich bin hier gerade echt mit mir am kämpfen. Gut, ich werde es jetzt machen. Ich werde jetzt aufstehen, werde erstmal duschen, werde einen Schritt nach dem nächsten gehen. Wenn einem sowas Großes bevorsteht, dann muss man das ja so ein bisschen stückeln, um das alles ein bisschen besser zu meistern. Auch da finden Menschen ja so ihre Wege. Die helfen ja auch, ich weiß. Es ist alles gut in der Theorie. Ach was weiß ich so viel. Wie die Praxis dann jetzt aussieht, werde ich heute Abend dann sehen, wenn ich das Revue passieren lasse. Dann werde ich mich nochmal melden. Wer weiß, was der Tag bringt. Es wird sicherlich Vieles passieren. Auf geht’s. Heute ist der Tag, an dem sich viel, viel, viel in mir tun wird. Auf zum ersten Schritt!“

Wo ist die Scham ein Jahr später…

Wie ihr vielleicht erkennen konntet, ging es mir damals echt so gar nicht gut. Also die Angst vor externen Faktoren und die extern eingebläute Scham haben mich doch tatsächlich fast dazu gebracht, den wichtigen Schritt NICHT zu gehen und die erste Folge NICHT zu veröffentlichen.

Klar, ein Jahr später, muss ich gestehen, ist sehr, sehr viel Cooles passiert, aber die aktuelle Situation mit Corona hält ja immer noch an. Ich habe es echt anders geplant und ich muss auch gestehen, finanziell ist da schon einiges passiert, deshalb kurz dazu, wenn ihr mich unterstützen wollt, findet ihr auf meiner Seite verschiedene Möglichkeiten. Es würde mich freuen und ich danke schon mal jedem, der mir da in irgendeiner Form hilft. Denn ich habe eigentlich echt nicht vor, dass Corona mich da in die Knie zwingt. Deshalb sei es noch kurz gesagt, ich freue mich.

Ein scham-antes DANKE

Umso cooler ist es aber, dass ich heute diese Folge machen kann, denn mein Handy hat mich gerade freundlicherweise daran erinnert, dass da ja noch eine Folge existiert, die ich vor einem Jahr gedreht habe. Und ich musste gerade echt ein bisschen selber grinsen, als ich das gehört habe. Denn auch ich habe sie jetzt ein Jahr nicht gehört. Meine Güte, das war schon echt krass, was damals so in mir vorging. Was für mich damals aber eine Qual war, ist für manche tatsächlich die Wahl. Und deshalb soll es heute darum gehen, wie Menschen mit dem bewussten Wunsch umgehen, gedemütigt werden zu wollen und auch mit der Scham ein bisschen zu spielen.

Bitte demütigen Sie mich!

Ich habe eigentlich primär mit Gästen zu tun, also mit männlichen Vertretern, die sehr, sehr oft auf mich zukommen mit diesem Wunsch. Ist für mich auch immer wieder eine spannende Sache, denn wie ich ja schon öfter erwähnt habe, ist jetzt die sadistische Ader in mir nicht ganz so groß. Und wenn, dann ist sie auf den körperlichen Schmerz fokussiert und mir fällt es echt ein bisschen schwer, auch immer noch, Menschen zu beleidigen.

Ich kann das auch immer noch nicht so ganz verstehen, denn bei mir persönlich ist es tatsächlich auch auf den körperlichen Schmerz begrenzt. Soviel sei gesagt. Aber auch ich habe in meinem privaten Leben auch schon mal diverse Sexualpartner gehabt, mit denen ich so ein bisschen was ausprobiert habe und da kann ich nachher auch noch gerne eine Situation erklären oder erzählen, die doch ein bisschen hilfreich sein könnte für den einen oder anderen, der das mal ausprobieren möchte.

Eine Domina, die auf schmerzen steht – was für eine Scham

Auf jeden Fall geht es erstmal jetzt darum, dass ich bisher als Domina (klar) immer eher primär mit Männern zu tun hatte, die das wollten. Mit devoten Männern, die wirklich einfach mal loslassen möchten und bewusst sich dazu entscheiden, ein Rollenspiel zu spielen, indem sie gedemütigt werden möchten. Und parallel ist es total spannend, dass ich durch den Podcast jetzt auch immer mehr weibliches Feedback bekommen habe.

Viele Frauen haben sich bei mir gemeldet und haben, jetzt gerade auch nach dem Interview mit der Sklavin Anfang Juli, mir dann gesagt: Jaaa, das ist so interessant. Sie würden das auch so gerne mal erleben und das ist in ihnen schon so lange drin. Aber sie trauen sich nicht. Das ist echt ein riesen Ding und deshalb ist es auch für mich total spannend, da mal genauer hinzuhören oder hinzugucken, was auf Frauenebene passiert. Denn klar, ich meine, die ursprünglichen Gründe dafür sind ja eigentlich deutlich. Das weiß halt jeder. Die Jungs werden so erzogen: Man darf keine Mädchen schlagen. Und die Mädchen werden so erzogen: Man muss brav sein. Das ist wohl auch heute immer noch so. Ist ja auch in Ordnung. Um Gottes Willen. Das ist ja auch sogar richtig.

Die Kindheit prägt alle(s)

Aber dass die Kindheit ziemlich Vieles im eigentlichen Leben und auch die Sexualität prägt, das ist ja eigentlich schon klar. Aber auch dieser Teil wird schon in der Kindheit geprägt, und wenn der Mann dann auf einmal eine Frau vor sich stehen hat oder die Frau eine Frau oder wie auch immer, ist es schon verständlich, dass im ersten Moment der oder die eine oder andere etwas komisch reagiert, wenn darum gebeten wird, dass er oder sie mal zuschlagen soll. Das ist ganz einfach gesagt im ersten Schritt auf die Kindheit zurückzuführen, eben weil es anders beigebracht wird. Klar, auch wenn die Welt an sich immer bunter wird, also Homo-Ehe ist mittlerweile in vielen Ländern zum Glück kein Thema mehr, oder generell Geschlechtsidentitäten. Wie viele Geschlechter gibt es mittlerweile?

Die scham-behaftete Welt wird immer bunter

Oder die Frauenquote… Also vieles passiert da in diese Richtung. Das ist auch gut so. Aber trotzdem so diese persönlichen Vorlieben, die werden da immer noch so ein bisschen ausgeklammert. Klar, man muss jetzt nicht mit jeder Vorliebe hausieren gehen. Das soll auch in Ordnung sein. Aber ich finde es trotzdem sehr spannend, dass es ja zum Glück mittlerweile wenigsten so ist, dass das Geschlecht an sich schon mal ein bisschen egaler wird. Aber wenn man das mal bildhaft betrachtet: das Intimteil, also das Geschlecht an sich ist halt sichtbar, versteckt zwar unter Klamotten, aber an sich ist es heutzutage ein bisschen egal, was da ist.

Ob Penis oder Vagina oder Brüste oder nicht oder Bart oder nicht oder beides oder wie auch immer. Das wird zum Glück immer mehr egal. Aber der intime Teil an sich eines jeden ist so ein bisschen immer noch unter Verschluss. Und auch wenn die Welt immer bunter wird, ist das schon echt noch ein Thema.

Die scham-ante BDSM Welt

Das ist ja auch vielleicht sogar der Grund, warum die BDSM-Szene an sich auch immer noch so ein bisschen verpönt ist, was wir natürlich jetzt immer weiter ändern werden, Corona hin oder her! Nee, aber es ist schon spannend zu beobachten, dass es ja immer noch so ist, dass die speziellen Vorlieben ein bisschen außen vor bleiben. Viele wissen noch nicht mal genau die eigenen Vorlieben und probieren sich dahingehend aus in Form von irgendwelchen Filmchen mal gucken oder so und dann in sich reingehen oder reinhören und gucken: okay, passiert da jetzt irgendwas mit mir oder in mir oder nicht?

Warum fühle ich Scham?

Aber viele können es nicht definieren und die, die es definieren können, die stehen dann wieder vor anderen Herausforderungen, wie eben schon genannt. Was mache ich, wenn ich meinem Sexualpartner sage: Ich möchte bitte von dir mal geschlagen werden. Oder: Ich möchte von dir mal Schlampe genannt werden. Oder wie auch immer. Das ist schon echt spannend und ist auch eine Herausforderung für viele. Bei meinen Gästen z. B. ist die erste Hürde ja schon mal genommen, indem sie zu mir kommen. Mit diesem Schritt haben sie schon eine wichtige Hürde genommen, und zwar die der Nicht-Kommunikation. Was andere sich nicht trauen zu sagen, trauen sie sich bei mir, weil sie sich in einem sicheren Rahmen befinden. Klar, auch wenn ich da immer wieder bemerke, dass das auch schambehaftet ist, was da passiert.

Die Formen der Scham

Manche können mir nicht in die Augen gucken, wenn sie mir sagen: Du, ich möchte gerne mal gedemütigt werden von dir. Gerade bei Feminisierungen. Da gibt es viele, viele Männer, die wirklich sagen: Hey, ich möchte zu deiner Hure ausgebildet werden. Da kann ich gleich noch ein bisschen näher drauf eingehen. Auf jeden Fall ist es so: die Männer, die zu mir kommen, haben schon mal die Hürde genommen, dass sie wissen: Okay, ich befinde mich in einem sicheren Rahmen. Das sollte in einer Beziehung an sich auch so sein. Aber das ist natürlich ein bisschen schwieriger. Gerade im Thema Sexualität ist Kommunikation so eine Sache bei vielen. Kann ich verstehen, aber ich würde mir so wünschen, dass sich das mal ein bisschen ändert. Und das kann man ja schon anfangen zu ändern, indem man einfach erstmal guckt, was Demütigung denn überhaupt ist.

Demütigung? Ja, bitte

Klar, grundsätzlich ist es unterscheidbar zwischen verbal und nonverbal. In Bezug auf meine Gäste kann ich sagen, verbal ist natürlich immer das Gewünschte. Um euch mal Beispiele zu nennen im Bereich Feminisierung. Da ist es oft so, dass Männer auch wirklich sich schon vorher diese Begriffe ausgedacht haben und sagen zu mir: Ich möchte, dass du mich dreckige Hure nennst. Oder Bückstück, oder Blaseschlampe. Was es da alles so gibt! Die verbalen Fäkalien gibt es da ja schon zu Genüge und ich bin immer wieder fasziniert.

Klar, manche wiederholen sich immer wieder. Aber manche sind da auch schon so ein bisschen abstrakter. Das ist schon spannend, das einzubauen. Klar, auch eine Herausforderung für mich, muss ich einfach mal sagen. Das kann ich glaube ich nicht lange machen, bis ich da mal wirklich routiniert bin. Weil das für mich immer Hürde ist. Aber das ist ja in Ordnung. Bisher hat sich da noch keiner beschwert. Aber das ist schon immer faszinierend. Da kommen teileweise schon echt die dreckigsten Dinger dabei raus. Das ist ja in Ordnung, wie gesagt.

Knie nieder, du Schlampe!

Nächstens Beispiel Schlagsession! Jemand kommt zu mir, der hart durchgeschlagen werden möchte, Rohrstockerziehung z. B.. Wenn er mir auch sagt, er möchte gedemütigt werden von mir. Klar geht es da nicht mehr um Hure oder sowas, also diese weibliche Form der Beleidigung. So blöde es klingt. Aber mal Hand auf’s Herz. Es ist ja am Ende so. Hure wird immer mit Frauen verglichen. Das könnte auch noch so ein Thema sein, was man dringend mal angehen sollte. Aber gut. Männer, die eine Schlagsession haben wollen, möchten jetzt nicht Hure genannt werden. Die möchten nicht Schlampe genannt werden wollen. Dieser ganze weibliche Aspekt fällt ja weg.

Was ist wann scham-behaftet?

Sondern da soll es dann eher so wirklich um neutrale Sachen gehen wie z. B. „du Lusche“, oder „du Wurm“. Das kennt man natürlich auch aus dem Klischee heraus. Ist ja auch in Ordnung. Aber auch da gibt es verschiedene Möglichkeiten oder Wünsche der Demütigung. Viele Männer möchten genau diese Worte benutzen, wo auch immer sie herkommen. Vielleicht ist es wirklich auch negativ geprägt aus der Kindheit, dass sie da auch ihre Erfahrungen gemacht haben. Aber viele möchten genau das hören, was eigentlich die Männer nicht hören wollen. Und bei Sklavinnen: Das ist so der einzige weibliche Aspekt, den ich manchmal in Form einer Session miterleben darf. Da ist es so, dass Sklavinnen dann auch entweder von sich aus so genannt werden möchten oder aber auch, dass die Gäste sagen, wenn wir zu Dritt spielen: Ich möchte, dass du sie beleidigst.

Das Spiel mit der Scham und der Demütigung

Dann freuen sie sich auch immer, wenn ich dann tatsächlich wieder diese typischen weiblichen Sachen nehme und sage: Knie dich hin, du Schlampe. Oder sowas. Im Endeffekt gleichen sich die Sachen schon ziemlich in Bezug auf typisch weibliche als auch männliche Aspekte. Also ist genau das gewünscht, was im eigentlichen Leben nicht gewünscht ist. Keine Frau möchte gerne Schlampe genannt werden, es sei denn in einzelnen Situationen. Aber darum geht es ja heute noch. Oder Männer wollen ja auch nicht Lusche genannt werden oder Lauch, oder was es auch immer da mittlerweile gibt. Die Variantenvielfalt ist da auch echt hart. Aber gut, das ist halt schon so die erste Erkenntnis, die ich hatte. Das sind wirklich diese typischen Sachen, die im eigentlichen Leben nicht gewünscht sind.

Nonverbal gibt es da auch super interessante Sachen, die vielleicht auch den Privatmenschen helfen würden. Denn es ist glaube ich schon ein bisschen einfacher, etwas nicht aussprechen zu müssen. Das kennt man ja. Das ist ja auch der Grund, warum viele Menschen nicht miteinander sprechen, weil sie es sich einfach nicht trauen oder nicht können. In dem Moment ist es blöd, aber es gibt natürlich auch die Möglichkeit, diese Art der Demütigung oder das Spiel mit der Scham nonverbal erstmal auszuprobieren. Ich z. B. nutze das sehr, sehr gerne in Bezug auf die Gäste mit dem Aspekt der Ignoranz. Also sei es Rückmeldung zu einer Aufgabe, wenn ich online-Sessions habe, oder Keuschheitsgeschichten. Wenn ich mich dann einfach nicht zurückmelde, wenn er oder sie fragt, dann ist es so.

Ignoranz als Form der Demütigung

Also Ignoranz ist schon ein sehr, sehr wirkungsvolles Tool, um einfach mal Demütigung auszuprobieren. Natürlich ist es schon, dadurch dass es nicht kommuniziert wird, eine Herausforderung, weil das auch sehr schnell aufs Ego geht. Jeder kennt das. Wenn man ignoriert wird, ist das einfach echt nicht schön. Aber wenn man bewusstwird, dass es in dem Moment in Form eines Spiels ist und das tatsächlich auch kommuniziert wurde mit dem Spielpartner, dann kann das eine sehr gute Möglichkeit sein, das mal auszuprobieren.

Aber auch da leicht anfangen. Da muss man immer so ein bisschen auf sein Ego gucken, denn das ist einfach nicht schön, ignoriert zu werden. Im anderen Kontext, aber innerhalb einer Session, sei es jetzt professionell oder privat, kann das schon sehr cool sein. Und wenn das noch ein bisschen zu krass ist für denjenigen oder für das Pärchen, dann kann man da auch anfangen, indem man jemanden nicht ignoriert sondern einfach nicht redet. Sprich nur anguckt oder nur beobachtet. Also in Form einer Session kann ich z. B. sagen, wenn derjenige da gerade am Andreaskreuz steht und mich anguckt, erwartungsvoll. Was passiert jetzt als nächstes? Und ich tue einfach nichts. Ich gucke ihn an, beobachte ihn und tue einfach nichts.

Dieser Moment der Stille, der ist für viele sowieso schon schwierig. Das ist generell auch schwierig im Alltag. Aber in Form eines Spiels kann das sehr, sehr cool sein. Denn indem man nicht spricht, hat man die Zeit und die Ruhe und die Stille, mal zu gucken, wer innerlich mit einem spricht. Klar, es ist eine Herausforderung, aber man muss es einfach mal ausprobieren, denn das ist schon sehr wirkungsvoll. Ich kann sagen, bei meinen Gästen ist das immer so, wenn ich nichts sage und sie einfach angucke. Dann sieht man wirklich, wo in dem Kopf passiert.

Ratter, ratter, ratter. Hilfe, habe ich irgendwas verpasst? Habe ich was vergessen? Muss ich jetzt hier irgendwas tun? Hilfe, Hilfe!

Und dann kommt automatisch irgendeine Aktion. Das ist einfach so. Und im privaten Kontext kann man das super miteinander mal ausprobieren, indem der dominante Teil dann einfach gerade mal nichts tut. Also weniger ist manchmal mehr. Und im Bereich von Spiel ist das eine sehr coole, vielleicht sogar die bessere Variante, damit mal anzufangen, bevor man dann übergeht zu Ignoranz. Wie gesagt, das ist schon eine Nummer. Da muss man sich gut aufeinander eingespielt haben. Aber beide Varianten kann man gut ausprobieren. Und bei beiden kann ich euch sagen, wird etwas passieren. Das ist garantiert.

So, jetzt haben wir ja vorhin schon mal festgestellt, dass ein riesen Thema schon mal sein kann, die Angst der Reaktion des Gegenübers, also speziell in Form des Mannes. Frauen sind da anders. Da habe ich leider nicht so die Erfahrung mit, aber ich glaube, wenn eine Frau zu einer anderen Frau sagt: Ich möchte mal, dass du mich schlägst! dann ist das eine andere Situation, als wenn eine Frau das zu einem Mann sagt. Frauen sind ja, was die Kommunikation angeht, schon mal eher – nicht besser aufeinander eingespielt – aber schon anders. Dass die Kommunikation von Frau eine andere ist als von Mann ist klar. Da muss man auch gar nicht groß rumdrucksen. Das Sender-Empfänger-Modell funktioniert ja manchmal wirklich nicht so gut.

Ich glaube, Frau und Frau könnte sogar etwas leichter fallen als wenn die Frau zu ihrem Mann sagt: Schlag mich mal. Würg mich mal. Fessel ich mal. Mach mal irgendwas „Abnormales“. Gut, genetisch wissen wir, woran es liegt. Es liegt einfach schlicht daran, dass sie es beigebracht bekommen haben, einer Frau nicht wehzutun.

Die Psychologie der Scham

Psychologisch kann man jetzt dazu sagen, dass es dazu zwei Ansätze gibt, warum Männer auch so reagieren, wie sie es tun. Negativ geprägt durch die Kindheit und somit ausgebaut durchs Ego beim Erwachsenwerden sozusagen. Also wenn man in der Kindheit schon dahingehend geprägt wurde, vielleicht selber geschlagen oder halt extrem gebrieft wurde…Dass man Frauen nicht schlagen darf, das ist natürlich schon schwierig für die Männer, es dann im Endeffekt ausprobieren zu wollen. Also aber auch da hilft die Kommunikation.

Ich meine, wenn die Frau dann wirklich mal fünf Minuten sich nimmt und ihn an die Hand nimmt und sagt: Pass mal auf, ich möchte das gerne mal. Was passiert gerade in dir? Das hilft schon. Da könnte es ja sogar auch rauskommen. Für den Mann, warum das so ist, warum ihm das so schwer fällt. Denn gerade wenn es negativ geprägt ist durch die Kindheit – huh, das ist schon echt schwierig. Aber es ist ja trotzdem kein Grund, es nicht auszuprobieren. Das ist einfach eine Sache der Herangehensweise.

Geprägte Vergangenheit

Auf der anderen Seite gibt es ja auch die positiv geprägten Erfahrungen. Bei mir z. B. war es so: ich wurde nie geschlagen oder auch nie misshandelt. Oder ich habe auch nie irgendwie negative sexuelle Erfahrungen gemacht, zumindest nicht so welche, wo ich mir wirklich Hilfe holen musste. Somit konnte ich ziemlich schnell damit anfangen, meine positiv geprägten Erfahrungen durch weitere Selbstfindung zu untermauern. Sie waren da, ich war ziemlich schnell ziemlich offen, was Sexualität angeht. Deshalb konnte ich mich durch Selbstfindung ein bisschen selber puschen und konnte da positiv rangehen.

Aber eine Sache, die habe ich vorhin schon mal angedeutet, war natürlich auch echt so was. Das war ein ganz, ganz kleiner Moment. Aber das kann natürlich passieren in dem Kontext, wenn man sagt, man möchte mal gedemütigt werden. Es war so: dadurch, dass ich neugierig war, hatte ich mal einen Sexualpartner, der mich ziemlich schnell gefragt hat, wie es so mit mir mit Dirty Talk aussieht. Klar, Dirty Talk gibt es natürlich auch in verschiedensten Ansätzen. Bei ihm kam dann ziemlich schnell raus, dass es wirklich sehr viel mit Demütigung zu tun haben soll. Gut, ich muss gestehen, dadurch, dass ich generell nicht so die Ambitionen dazu habe, aber trotzdem das mal ausprobieren wollte (denn dadurch konnte ich ja auch erst erkennen, was es jetzt für den anderen auch ist und auch für mich), habe ich dann gesagt: Ja gut, komm, lass mal machen.

Das ging nach hinten los

Klar, auch da spielt diese Moral und auch das Ego wieder mit. Zwischenzeitlich habe ich auch gedacht: Meine Güte, was tust du hier eigentlich? Aber man muss sich halt überwinden. Das ist so. In vielen Bereichen im Leben muss man das, um dann zu erkennen: Okay, ist das was oder nicht? Ich habe ihm dann aufgrund dessen gesagt: Ja, komm, lass mal machen. Und wir haben uns dann auch gegenseitig ziemlich hochgespielt. Wir bauten das ins Spiel mit ein.

Seine Wunschvorstellung war, dass er mir beschreiben soll, wie seine perfekte Hure auszusehen hat. Gut, in der Umsetzung war das dann so, dass er mir dann Gott weiß wie beschrieben hat, was eine perfekte Hure für ihn ist und was ich daran nicht erfüllen würde, bzw. hat er mir dann auch immer wieder Fragen gestellt. Na, wie fühlt sich das für dich an, auf allen Vieren vor mir zu knien? Oder irgendwie sowas. Das war auch alles in Ordnung. Ich habe dann aber ziemlich schnell gemerkt: Okay, nee, das kickt mich jetzt auch einfach nicht.

Das kann nie für mich ein Kink werden!

Aber trotzdem habe ich mitgemacht bis zu dem Zeitpunkt, wo er mich dann beschrieben hatte. Plötzlich sagte der: Aber nicht mal blond bist du!

Hör mal, in dem Moment, ich weiß nicht, es traf mich irgendwie so hart. Nicht als Beleidigung, sondern auf einmal war ich so aus dem Spiel raus – das war ein Trigger. Ich hatte nämlich mal einen Mann, den ich ziemlich geliebt habe, und der hat mich mit einer sehr schönen blonden Frau betrogen. So blöd es klingt, aber in dem Moment war ich vollkommen raus. Ich habe mich sofort an diese Situation erinnert. Auch wenn ich ziemlich überzeugt davon bin, dass ich über diese Trennung hinweg bin, aber in dem Moment hat der mich da so getriggert, ich kann es euch bis heute nicht sagen, warum das genau in dem Moment so war. Aber blonde Haare waren für mich ein Trigger für negative Erfahrung. Zack, raus!

Ende aus…

Das Spiel war zu Ende. Ich habe es ihm dann auch so gesagt. Man ist ein Mensch, man kann immer noch Rückschläge haben. Ich würde jetzt auch nicht anzweifeln, dass ich diese Beziehung doch nicht irgendwie verarbeitet habe. Aber dieser Moment, aufgrund dessen, dass es ja eine schmerzhafte Erfahrung für mich war, hat sie mich rausgebracht.

Sozusagen als kleiner Hinweis: Achtung mit der Demütigung.

Man muss sich dazu echt erst kennenlernen. Und man muss gucken: Okay, wie tickt der andere? Wie gehe ich damit um? Langsam anfangen und nicht sofort, wie man das aus dem Klischee kennt, du kleine Schlampe. Das sind abgedroschene Dinge, die manchmal passen. Um Gottes Willen. Aber das Umfeld, das ganze Drumherum muss passen. Und das hat bei uns jetzt nicht so gepasst, weil wir uns auch noch nicht so lange kannten damals. Das war gut, dass es mir widerfahren ist, damit ich erfahren konnte: gerade im Bereich der Demütigung, puh, muss man schon ein bisschen aufpassen.

Warum sind Frauen so scham-behaftet?

Viele Mädels schreiben mir: Ich würde gerne mal, aber ich trau mich nicht. Ich weiß selber nicht, was das in mir ist und was da passiert. Also im ersten Moment kann man sich und muss man sich fragen: Was für eine Art Demütigung möchte ich denn überhaupt erleben? Ist diese Lust auf körperlichen Schmerz beschränkt? Da geht’s bei vielen drum. Oder ist es wirklich die verbale Beleidigung, die gewünscht ist?

Also das Spiel mit der Scham, sprich mit dem Ego, dass man da bewusst so ein bisschen drauf rumreitet, gerade verbal. Das muss man erstmal für sich herausfinden.

Körperlicher Schmerz gleich Lust, gleich Empfinden.

Oder im zweiten Fall: Beleidigung gleich Ego-Verletzung, gleich auch Empfinden. So findet man schon mal schnell heraus, worum es da geht. Beides hat mit Empfinden zu tun. Mit Fühlen, mit sich selber fühlen. Wenn man das weiß, dass es am Ende wirklich um Lust geht, um Fühlen. Dass man in irgendeiner Form irgendwas mit und in sich herausfinden will, das befreit schon immer.

Ich habe irgendwann für mich erkannt: Okay, bei mir geht es, wenn überhaupt, eher um den körperlichen Schmerz. Aber so oder so ist ja schön, wenn man erkennt, man möchte sich dadurch irgendwie in irgendeiner Form fühlen.

Sich durch Scham fühlen können

Fühlen verbinde ich damit. Vieles hat immer sehr viel mit Kontakt mit sich selbst zu tun. Klar gehen wir jetzt so ein bisschen in dieses psychologische Schiene. Aber darum geht es ja auch, gerade wenn es um den Bereich Demütigung geht. Das hat ja immer was mit sich selbst und mit dem Inneren zu tun. Was mir auch immer hilft und auch vielen, vielen Gästen, ist die Tatsache, dass, egal in welchem Kontext man miteinander spricht, sei es über Demütigung oder Feminisierung oder Schlagen oder sämtliche Formen, die es da so gibt.

Stark sein können durch schwach sein wollen

Es geht immer um den, der damit mal Erfahrung machen möchte, in dieser Session.

Sprich, der vermeintlich Schwache, der jetzt gerade mit jemandem darüber spricht und nicht weiß, wie der andere darauf reagiert, fühlt sich in dem Moment schon mal schnell schwach. Aber wenn man den passenden Partner dazu gefunden hat, dann ist der Schwache in dem Moment der komplett Starke.

Denn wenn man den passenden Partner gefunden hat, dann geht der andere ja auch darauf ein und kümmert sich um sein „Opfer“. Opfer im Sinne von: Okay, er oder sie möchte jetzt in irgendeiner Form devot sein und ich muss mich darum kümmern. Also er oder sie spielt dann die Hauptrolle im Spiel, und jeder, der schon mal gespielt hat, weiß zum einen, dass das Spiel irgendwann zu Ende ist, und zum anderen, dass mit dem Spielpartner dann am Ende irgendwas anders ist.

Der eine oder andere wird jetzt wissen was ich meine. Aber wenn man einmal den Schritt getan und das ausprobiert hat, und gerade im Bereich der Demütigung es geschafft hat, das mal zu kommunizieren und auszuleben, mit dem passiert unfassbar viel. Also generell ist das ja so, gerade im sexuellen Kontext, wenn man irgendwas ausprobiert hat, was man vorher noch nicht hatte und es einem gefällt, ist danach die Welt so ein bisschen bunter für einen – ein bisschen leichter. Alles ist ein bisschen cooler, weil man halt selber auch seine Ängste, sein Ego überwunden und das einfach mal gemacht hat. Und gerade, wenn es dann um das innere Fühlen geht, darum geht’s ja auch gerade im Bereich der Demütigung – da fühlt man sich auch irgendwie wieder anders. Klar war man in dem Moment vorher noch der Schwache, der gedacht hat: Oh, nee, kann ich nicht machen.

Aber sobald man sagt: Ich mach das jetzt! wird man umso stärker, und durch das eigene Fühlen passiert schon einiges.

Und am Ende ist er oder sie dadurch auch umso stärker. Weil man eben diese Hürde der Scham überwunden hat.

Summa summarum kann ich sagen: Das einzige was hilft ist Kommunikation mit sich selbst und auch mit dem Partner oder der Partnerin. Also in sich hineinfühlen, zuhören, kommunizieren und machen. Das sind die wichtigsten Schritte des Ganzen. Ich habe es damals gemacht, als es da nochmal um meine erste Folge ging. Ich bin dem nachgegangen und ich habe geguckt: Okay, was passiert jetzt hier gerade? Welche Art der Scham ist das?

Klar, BDSM-Szene, mmh, will ich damit in die Öffentlichkeit gehen? Die ist ja so schambehaftet.

Kann ich nicht machen. Und so ist es auch mit den eigenen Vorlieben. Gerade im Bereich der Demütigung. Klar ist das schambehaftet. Man muss sich der Scham aber auch stellen können. Gerade das Spiel mit der Scham ist eine umso charmantere Lösung, zu mehr ‚Ich selbst‘ zu kommen. Das hört sich blöd an, aber wenn man das mal zulässt, kann es umso intensiver für einen sein. Und am Ende ist es auch wirklich die einzige Möglichkeit, ein Stück weit zu sich selbst zu finden.

Also nochmal: Das Spiel mit der Scham ist eine charmante Lösung zum „Mehr ich selbst sein“.

Ein paar Schlagwörter

Warum macht sie das?

  • aktuell: BDSM greifbarer machen
  • Ermutigen auch einen Blick über euren Tellerrand zu wagen

Wie macht sie das?

  • Ausbruch - neue/alternative Wege gehen
  • Motivation und Inspiration durch Menschen, Momente und nimmersatte Neugierde

Womit macht sie das?

  • Mit Geschichten aus dem wahren Leben.
  • Mit eigener Erfahrung, die sie euch zu Nutze macht.
  • Mit knallharter Wahrheit und derzeit jeder Menge Fakten über die schwarz-bunte Welt der BDSM Szene