#70 Das Ahh und Ohh über Dominanz – Daniel Teil 2

Daniel hat uns schon mit in seine Welt der Dominanz genommen. Heute werden wir ihm weiter lauschen und werden am Ende erkennen, wie intim die Beschäftigung mit dem Thema Dominanz und Submission sein kann – für den Spielpartner, aber vor allem für sich selbst.

Nika:             Apropos eigene Erfahrung. Jetzt kommen wir doch mal dazu – du hast auch eine Spielpartnerin aktuell! Oder vielleicht sogar mehrere? Erzähl doch mal: Wie kam das zustande und was macht ihr denn da so Schönes?

Daniel:          Das kam zustande auch über eine Online-Plattform, und ja, das geht jetzt auch schon über einen längeren Zeitraum, sodass wir uns auch sehr gut kennen und wir deshalb sehr, sehr weit gehen können. Also das Spektrum dessen, was passiert, ist sehr groß und geht fast durch den ganzen Katalog des BDSM einmal durch.

Nika:             Und wie kann man sich das so vorstellen? Wie oft trefft ihr euch? Wo trefft ihr euch? Wie sind da die Vorbereitungen? Und überhaupt.

Daniel:          Also ja, ungefähr einmal in der Woche trifft man sich. Das war natürlich jetzt in den letzten Monaten alles mit Corona ein bisschen schwieriger, weil auch die Spielorte sozusagen etwas eingeschränkter sind. Das kann in der Wohnung sein, aber meistens ist es eher auch in einem Playroom. Es gibt SM-Playrooms in Studios, die man mieten kann. Das ist einfach eine schönere oder angenehmere Atmosphäre. Es kann aber auch nur mal im Hotelzimmer sein oder in irgendeiner, für das Spiel passenden Atmosphäre. Das variiere ich auch mal ganz gerne, damit es nicht immer gleich ist. Das ist schon ein Punkt, und ja, ich bin eher der Freund der kürzeren Spieldauer, das heißt, dass sind meistens zwei Stunden oder so, dann reicht’s auch, finde ich, für beide wieder.

Es gibt Menschen, die spielen länger gerne, aber ich finde es für mich schöner, einen Spannungsbogen von Anfang bis zum Ende halten zu können, und wenig Leerlauf dazwischen zu haben. Das hängt aber auch, wie gesagt, mit der Spielpartnerin zusammen, für die es auch das richtige Intervall ist. Wenn das Spiel dann schön war, kann man sich gerne auch noch mal eine halbe Stunde zusammensetzen und ein Glas Wein trinken oder sowas, was ja vorher keine Rolle spielt, oder ein bisschen reden. Und dann geht man wieder befriedigt und mit vielen schönen Bildern im Kopf auseinander und freut sich auf das nächste Wiedertreffen.

Es kann auch mal sein, dass man zwischendurch auch eine andere Begegnung hat, die vielleicht eher entspannter ist oder so, wo jetzt das harte Spiel nicht die Rolle spielt. Auch das braucht’s mal zwischendurch, damit man sich nicht abnutzt. Es ist natürlich schon so, je länger man miteinander spielt, desto mehr weiß man vom anderen natürlich. Aber dieses mehr wissen nimmt natürlich vielleicht auch ein bisschen die Attraktivität.

Es ist schon schön, wenn da das Gegenüber immer noch ein kleines Geheimnis für den anderen bleibt. Das zu bewahren, wird auf Dauer natürlich immer schwieriger, zum Beispiel, dass die Reaktion des anderen nicht nur vorhersehbar ist. Da bleibt immer noch ein bisschen Rest, und entweder kann man das ausgleichen, indem man immer neue Dinge macht, wie jetzt eben als es darum ging, zum ersten Mal Nadeln einzusetzen oder sowas. Das war eben für beide Teile auch ein neues Abenteuer. Aber das haben wir jetzt ein paarmal gemacht, dann ist das jetzt natürlich wieder ein Prozess, der sich verselbstständigen wird. Da ist die Spannung jetzt natürlich nicht mehr so da. Das heißt, man kann die Intensität jetzt noch steigern, aber auch das macht begrenzt Sinn, und dann muss man sich wieder was Neues ausdenken.

Nika:             Ich hatte ja mal – ich weiß nicht, ob du dir das Interview angehört hast mit Luisa. Sie war ja quasi dein Gegenstück, wenn du so willst. Sie hat uns ja dann auch erzählt, wie so ein Vorspiel abläuft. Ist das bei dir auch so, dass du ihr Instruktionen gibst oder Aufgaben außerhalb dieser Spielzeit, oder dass du ihr einfach sagst: Okay, das und das wird jetzt passieren?

Daniel:          Also was es eigentlich geben sollte, ist normalerweise ein Dress Coat, das schon, wobei wir auch da mittlerweile so eingespielt sind, dass da jetzt nicht mehr viele Worte dazu zu verlieren sind. Aber manchmal kann es sein, dass es da spezielle Vorgaben gibt. Mit einem neuen Spielpartner spielt das natürlich eine größere Rolle. Ja, und ich bin jetzt nicht so der Freund von Aufgaben außerhalb des Kontexts, weil ich ganz gerne sage, wir beschränken uns auf die Spielzeit an sich. Ich will nicht so in den Alltag der Spielpartner eingreifen.

Wenn es jemand will, kann man das schon machen, aber das ist bisher nicht so der Fall gewesen. Da gibt’s das normale Leben, den Alltag, und es gibt, abgegrenzt dazu, die Spielzeit, die ist dann aber wirklich auch abgegrenzt. Man kann natürlich das auch in der Öffentlichkeit machen oder bestimmte Spiele machen. Aber dann ist es auch eine gemeinsame Spielzeit miteinander. Das kann schon sein.

Nika:             Wie kann man sich ein Beispiel in der Öffentlichkeit vorstellen?

Daniel:          Naja, zum Beispiel könntest du Essen gehen mit jemandem und ihm plötzlich ein Vibroei überreichen und sagen, das müsse sie sich einsetzen. Dann hast du quasi die Fernsteuerung dazu und schaust mal, wie sie die Contenance hält und wie das Lokal drum herum reagiert, wenn vielleicht die ersten einen Verdacht hegen oder sowas, dass da mehr Genuss ist wie an der Vorspeise. Das kann sowas sein. Da belästigst du jetzt erstmal niemanden mit, aber es ist für die beiden ein sehr, sehr spannendes, lustiges Spiel zum Beispiel. Du nimmst diesen öffentlichen Ort dann als Kulisse, als Spielort für ein sehr intimes Spiel zwischen zwei Menschen. Das ist jetzt auch keine so ausgefallene oder besonders dolle Idee, aber das ist ein Beispiel, das man sich vorstellen kann.

Nika:             Allerdings. Wie ist das mit persönlichen Grenzen? Welche Beziehung habt ihr zueinander?

Daniel:          Eine Spielbeziehung. Das ist die Grenze. Ich habe für mich zum Beispiel festgestellt, dass das Spiel umso besser ist, wenn es keine alltägliche Beziehung ist, also wo der Alltag wirklich draußen bleibt, weil man sich wirklich darauf konzentrieren kann. Das ist einfach so der Punkt. Das heißt nicht, dass da nicht eine große sexuelle Anziehung zwischen den beiden Partnern da ist. Die Intimität kann sehr, sehr intensiv sein. Aber es ist wirklich ein Commitment zwischen beiden, dass es sich auf dieses Spiel bezieht. Am Anfang zum Beispiel ist mir gar nicht wichtig, was der andere im Alltag macht, ich versuche das möglichst draußen zu halten.

Das ist natürlich in einer längeren Spielbeziehung nicht so einfach möglich. Dann weiß man plötzlich, was der andere tut. Man merkt, ob jemand einen guten oder schlechten Tag hatte. Aber das gilt es dann möglichst in der Zeit rauszuhalten, weil es wirklich darum geht, eine Gegenrealität zum Alltag zu schaffen. Das ist glaube ich das, um was es bei dem Spiel geht. Deswegen ist es mir eben auch wichtig zu sagen, es gibt die Spielzeit, die rein zeitlich abgegrenzt ist vom Alltagsleben, weil dann das Empfinden und die ganze Sache stärker sind.

Nika:             Jetzt hast du vorhin oder ganz am Anfang mal gesagt, dass es auch so Kommunikationsschwierigkeiten gibt bzw. Missverständnisse. Gab es bei dir schon mal eine Situation, wo das alles ein bisschen entartet ist?

Daniel:          Es ist mal passiert, dass jemand ohnmächtig geworden ist. Das war aber eine rein körperliche Geschichte, die ich einfach nicht einschätzen konnte, weil ich die Person nicht kannte. Sie ist dann beim Aufhängen sozusagen, mit den Armen über dem Kopf, ohnmächtig geworden. Das war aber kein großes Problem. Das ist natürlich eine Störung, die sehr eindrücklich ist, sowas ist eine Art medizinischer Vorfall, den man auch ernst nehmen muss. Da ist kein Schaden entstanden, das ist innerhalb von einer Viertelstunde behoben. Aber es war natürlich eine Störung im Spielablauf. Sowas ist mal passiert. Mir ist es Gott sei Dank noch nie passiert, dass eine Spielpartnerin ihr Safeword gesagt hat, das heißt, das hätte mir signalisiert, dass ich eine Grenze erreicht hätte, die wir nicht erreichen wollten.

Aber wenn es passiert, ist es auch kein großes Problem, sondern dazu ist es ja da, dass es auch benutzt wird, wenn der Punkt kommt. Ich habe allerdings schon im Spiel eines anderen Doms erlebt, dass dort mal die Spielpartnerin ihr Safeword gesagt hat. Es müssen dann auch beide einfach so hinnehmen und vielleicht nochmal danach im gegenseitigen Gespräch aufarbeiten, was passiert ist. Aber dafür ist es ja auch da. Ansonsten ist nichts Großes passiert, was irgendwie größere Probleme bereitet hätte, Gott sei Dank. Aber es ist natürlich auch eine Frage der Vorbereitung, der Erfahrung, das zu vermeiden. Das hängt damit genauso zusammen.

Nika:             Jetzt hast du schon was angesprochen, was, glaube ich, auch nicht zu unterschätzen ist, das Thema ‚Kommunikation danach‘. Wie ist das bei dir? Sprichst du danach mit deiner Spielpartnerin, was passiert ist, was nicht gut war, was gut war, was vielleicht irgendwie auch Tagesform-abhängig war, oder wie machst du das?

Daniel:          Grundsätzlich was vorher noch kommt ist dieses Thema das Auffangens. Das ist schon ganz wichtig, weil nach so einem Spiel oder gegen Ende eines Spiels schon auch ein emotionales Bedürfnis bei den meisten devoten Spielpartnerinnen ist, wieder aufgefangen zu werden. Das heißt, langsam in den Alltag oder in das normale Leben hinübergeführt zu werden, also aus der Rolle hinaus geführt zu werden. Gerade, wenn die Session sehr heftig war, dann spielt das eine umso größere Rolle. Das kann aber auch non verbal passieren eben dadurch, dass man Zärtlichkeiten wiedergibt und das Ganze dem anderen durch non verbale Signale signalisiert, dass er wieder aufgehoben ist und dass er quasi jetzt wieder in sein normales Leben zurück gebracht wird. Das spielt da meistens sogar noch eine größere Rolle.

Gegen Ende passiert dann wirklich noch ein verbaler Austausch, wobei ich auch zwischen dem Spiel immer wieder Punkte habe, wo ich frage: Wie geht’s dir? Das passiert schon, und wenn ich da die Rückmeldung bekomme: Alles fein, dann ist es gut. Da könnte auch mal die Möglichkeit sein, dass man zum Beispiel sagt: Oh nee, das ist zu viel! Ob ich mich dann danach richte, ist wieder eine andere Sache, das ist wieder entsprechend der Rolle. Aber ich gebe zumindest das Gefühl, dass es mich jederzeit interessiert, wie es dem anderen geht. Das ist auch ganz wichtig. Aber am Schluss umso mehr natürlich. Gerade, wenn man eben anfängt, miteinander zu spielen, ist es schon wichtig zu reflektieren, was war gut, was war weniger gut? Gut und schlecht gibt es ja in dem Fall nicht, sondern womit hat sich der andere wohler gefühlt? Womit hat er sich weniger wohl gefühlt?

Das muss vielleicht auch gar nicht direkt am Ende dieser Session sein, sondern das kann auch mit leichter Verzögerung sein, dass man dann nochmal miteinander Mails schreibt oder sowas und so kommuniziert. Weil manchmal braucht der devote Partner auch erstmal eine Zeit, das zu reflektieren. Das ist vielleicht in der Situation direkt nach dem Spiel, wo so viel Emotionen oder so viel Adrenalin im Spiel war, auch gar nicht so einfach zu artikulieren.

Oder man nimmt sich einfach mal die Zeit zwischendurch und sagt: Heute ist kein Spiel, sondern heute setzen wir uns einfach mal zusammen und reden mal über den bisherigen Verlauf nach zwei, drei Sessions und fragt: Wie geht es dir mit der ganzen Geschichte? Möchtest du in irgendeinem Bereich noch weitergehen oder gibt’s Punkte, die dir weniger gut gefallen? Dann kann man das ein bisschen nachjustieren. Aber natürlich auch das ist Teil des Spiels. Inwieweit ich mich danach richte, ist dann wieder mein Spielangebot an den Partner.

Nika:             Für Menschen, die das jetzt nicht so ganz gut nachempfinden können, in welcher psychischen Situation man am Ende einer Session ist: Was passiert am Ende einer Session? Warum gibt es den sogenannten Safe Space danach und wieso ist der so wichtig?

Daniel:          Weil es halt vorher sein kann, dass ein Feuerwerk beim anderen im Gehirn abläuft. Jetzt weniger beim dominanten Partner. Bei mir ist es eher – ich bin meistens auf einem Level mehr oder weniger. Aber der devote Partner kann da in verschiedenste Zustände fallen. Das muss man wissen. Da kann ja auch was berührt werden tatsächlich, was eine große Leere ausfüllt oder auslöst, oder was eine Abwehrreaktion auslöst, oder auf der anderen Seite dann eben ein völliges Lustgefühl. Die ganze Bandbreite der Emotionen ist möglich, und je heftiger die sind, desto mehr muss derjenige, der das erlebt, auch erstmal damit umgehen.

Das ist immer ein Teil der Selbsterfahrung, die da stattfindet. Das möglichst positiv zu gestalten, das ist dann wieder meine Aufgabe als dominanter Partner. Da kann alles passieren. Wenn es blöd kommt, kannst du in Abgründe deiner Seele schauen. Auch das kann passieren. Oder du kannst, wie gesagt, bis zum größten Lustgefühl kommen. In der Bandbreite bewegt man sich da. Habe ich auch schon erlebt.

Nika:             Ja, das glaube ich, ich habe das auch schon erlebt. Glaubst du, dass das der Zugang zur Seele ist, also sowohl im erfrischenden als auch im traurigen Sinne oder im erkenntnisreichen Sinne? Kommt das dadurch, dass man sich dem anderen hingibt? Kommt das dadurch, dass man wirklich mal loslässt? Oder wodurch kommen diese Menschen in diesen Zustand?

Daniel:          Was wir generell anstreben im Rahmen einer Session ist dieser Zustand der Transzendenz, wenn man das so bezeichnet. Das ist fast ein Ausdruck, der hauptsächlich im religiösen Kontext verwendet wird. Aber den finde ich ganz gut, nämlich das Außergewöhnliche suchen, also die Grenzerfahrung oder vielleicht sogar ein Stückchen über diese Grenze hinaus zu schauen. Das heißt, es geht immer darum: Erkenne dich selbst in diesem Spiel! Für beide Spielpartner übrigens. Es ist gut, sich selbst zu erkennen und daneben nicht die Frage zu stellen: Wer bin ich? Sondern auch noch die Frage: Wer will ich sein? Jetzt sind wir fast schon bei philosophischer Betrachtung des Ganzen.

Aber das finde ich ganz wichtig. Ich glaube, dass nur, wenn man auch mit so einer Intension an dieses Spiel geht, man an und für sich das Meiste rausholen kann. Deswegen passiert dann auch das. Das passiert nicht bei jeder Session, um Gottes Willen. Aber wenn du diesen Zustand der Transzendenz erfährst als zum Beispiel devoter Spielpartner, weil irgendwas bei dir klick gemacht hat oder weil du plötzlich ein bestimmtes Level erreicht hast, von dem du geglaubt hast, dass du das nicht erreichen kannst, was zum Beispiel Schmerzen angeht, oder wenn du eine Angst überwunden hast und plötzlich daraus eine positive Erfahrung hast, wie zum Beispiel die Angst vor Nadeln.

Wenn die am Anfang da ist und du lässt dich auf das Spiel ein, dann ist dieser erste Stich, der dann passiert, ein wahnsinniges Erlebnis. Plötzlich merkst du: Was macht das mit mir? Und dann kommen noch weitere, das ist plötzlich eine Erfahrung, die du dann aber auch wieder abspeicherst in irgendeiner Form im Unterbewusstsein.

Nika:             Du hast gesagt, innerhalb einer Session bist du auf der anderen Seite so ein bisschen immer auf einem Level, mehr oder weniger. Was reizt dich denn dann an so einer Session? Wenn wir gerade über Transzendenz sprechen, passiert da bei dir in dieser Richtung auch auf irgendeiner anderen Weise was?

Daniel           Es ist passiert. Wie gesagt, wo ich gesagt habe, das erste Mal jemanden zu schlagen, das ist so ein Moment. Wenn du dann erlebst, dass das ein Lustgefühl auslösen kann, dann ist es etwas. Dann denkst du auch darüber nach natürlich, das ist die zweite Reflektion: In welchem Kontext kann ich das? Ich weiß zum Beispiel für mich, ich wäre ein ganz schlechter Folterknecht. In einem anderen Kontext, wenn ich jetzt in einer Situation gewesen wäre, vielleicht vor 80 Jahren oder so, und ein politisches Regime von mir verlangt hätte, dass ich andere Menschen quäle, dann wäre das nicht das, was ich hätte machen können. Das weiß ich ziemlich sicher.

Aber das ist etwas, worüber du dann anfängst nachzudenken. Was löst das in mir aus? Es gibt ja tatsächlich den Sadisten an sich, dem das egal ist, der quasi Mensch und Tier einfach quält und daran Lust empfindet. Egal wie die Reaktion der Gegenseite ist. Ganz im Gegenteil. Je größer die ablehnende Reaktion des Gegenübers ist, desto mehr turnt ihn das an. Das ist in keinem Fall meine Empfindung. Ich brauche die positive Rückmeldung, um mir eben daraus irgendeine ästhetische oder emotionale Befriedigung zu verschaffen. Ohne dem funktioniert das nicht. Das ist für mich die Antwort auf die Frage, die ich mir gestellt habe.

Was löst das in mir aus? Ansonsten ist es natürlich schon wichtig, dass der dominante Spielpartner immer die Kontrolle behält, und um die Kontrolle behalten zu können in dem Spiel, und neue Impulse so setzen zu können, dass es den anderen nicht überfordert, darf ich mich auch nicht überfordern oder muss auch in diesem halbwegs konstanten und stabilen Zustand bleiben. Sonst würde ich ja plötzlich in einen Blutrausch kommen oder vielleicht auch zu viel geben, was genauso schädlich wäre. Diese Form von Selbstkontrolle muss ich haben, sonst muss ich aufhören zu spielen. Da hatte ich bisher Gott sei Dank immer die Möglichkeit dazu.

Nika:             Kennst du die devote Rolle auch?

Daniel:          Ja, die kenne ich auch, das Devote an sich, dieses gedemütigt werden. Ich tue mich ganz schwer, Anweisungen auszuführen oder sowas. Das finde ich bei dem Spiel nicht so schön. Sondern wenn, dann ist es eher auch wieder, körperlich herausgefordert zu werden, kleinen Quälereien ausgesetzt zu werden, auch mal ausgeliefert zu sein. Das ist eher das, was mich anmacht. Aber von den Rollen her es so zu machen, dass ich mich da jetzt rumkommandieren lasse oder sowas, das bringt mir keine Befriedigung. Das habe ich für mich festgestellt. Das ist ja auch ein Weg, den man gehen muss, zu sehen, was gefällt mir, was gefällt mir nicht. Das Theater kann man da weglassen. Ich mach’s auch nicht mit dem gleichen Spielpartner.

Ich mache es wenn nur mit anderen. und würde nie einer Frau, die mir als devote Frau gegenüber tritt, verlangen, dass wir die Rollen tauschen. Das passt dann nicht, das würde die Illusion zerstören. Das wäre kontraproduktiv. Aber es ist wichtig glaube ich, das auch mal zu erfahren. Das macht das Spiel oft besser, also mein Spiel auch besser, weil ich zum Beispiel auch sehe oder ich habe selber erfahren, was bestimmte Punkte angeht, was das Timing angeht, was Leerläufe angeht oder sowas. Wenn du das selber mal erfahren hast in der anderen Rolle, dann kannst du dich besser drauf einstellen, wie das Gegenüber das empfindet, und macht dann schon Sinn.

Nika:             Wie ist das, wenn man jetzt mal auf deine Sub geht. Also du scheinst da ja ziemlich klare Vorstellungen zu haben und ziemlich straight zu sein. Aber gerade deine Sub ist ja wahrscheinlich auf emotionaler Ebene auch sehr vielseitig unterwegs, sei es jetzt, wenn ihr spielt, oder auch vorher oder nachher. Weiß sie ihre emotionalen Grenzen auch einzuschätzen? Oder zweite Frage: Gab es da auch schon mal Situationen wo du sagen musstest: Sorry, das geht mir hier zu weit mit meinen Emotionen?

Daniel:          Nee, das war nie der Fall. Wir sind schon an Grenzen gekommen. Das merkst du dann auch, wenn sie zum Beispiel anfängt zu weinen oder sowas. Aber das ist ja jetzt noch kein Unglück. Das ist ja quasi Teil des Spiels und wird dann sehr schön. Und wenn du dann im Endeffekt nach dem Spiel plötzlich siehst, wie glücklich sie darüber ist, dass sie diesen Punkt erreicht hat, dann ist das auch für beide ein schönes Erlebnis. Aber Gott sei Dank hatte ich bisher auch immer Spielpartnerinnen, die da sehr gefestigt waren, und ich glaube, da habe ich auch ein bisschen in meinem Auswahlprozess, mit wem ich spiele, schaue ich auch ein bisschen drauf. Wenn das Gegenüber labil ist, musst du natürlich noch mehr aufpassen.

Das wird sehr anstrengend dann. Deswegen vermeide ich das eher. Das Ganze ist auch keine Therapie oder sowas. Es kann vielleicht mal für den einen oder anderen therapeutische Wirkung haben, aber es sollte keine Therapie ersetzen. Wenn man erkennt, dass da vielleicht eher eine Therapie nötig ist, dann sollte man auch nicht miteinander sowas spielen, sondern dann sollte jemand sich zuerst mal in therapeutische Hände begeben. Das finde ich dann schon. Das ist langfristig besser für die andere Person.

Nika:             Ich könnte mir vorstellen, dass bei einem Satz vorhin bei manch einem Hörer so ein bisschen die Alarmglocken angegangen sind, als du gesagt hast: Manchmal fangen die an zu weinen. Du assoziierst das mit positiven Dingen dabei. Für denjenigen, der sich das jetzt nicht vorstellen kann: Wieso ist weinen positiv in dem Sinne?

Daniel:          Also keine Emotion ist immer gut oder immer schlecht. Das kennt jeder. Freudentränen gibt’s ja auch. Es gibt immer Situationen im Leben, die einen so angreifen, dass sie eben diese Reaktion des Weinens auslösen. Das kann sowohl was sehr Negatives sein, oder auch was sehr Positives. Wobei auch zum Beispiel Trauer eher in der Konsequenz eine sehr, sehr positive Emotion ist. In dem Moment willst du sie zwar vermeiden, aber du musst diesen Weg der Empfindung durchmachen, um zum Beispiel von einem geliebten Menschen Abschied zu nehmen. Ich war vorletzte Woche auf einer Beerdigung, da merkte ich das wieder sehr genau. Das hilft dir. Und nachher, wenn du diese Emotion durchgemacht hast, geht’s dir besser. Ohne das kannst du, glaube ich, das nicht abschließen. So ist es hier genauso.

Das kompliziert dann im Endeffekt das Bild, und es kann eine sehr, sehr schöne Geschichte sein oder was sehr Erhabenes haben. Das kann man, glaube ich, auch nur wieder nachvollziehen, wenn man es mal selber erlebt hat. Das ist nicht das Ziel an sich, aber es kann passieren, und es ist dann immer ein Zeichen dafür, dass jetzt etwas ausgelöst wurde, was im Endeffekt ein sehr nachhaltiger Prozess war.

Nika:             Ja, aber das ist, glaube ich, ganz wichtig, dass wir das jetzt auch mal so ausgesprochen haben, weil ich glaube, vielen ist auch gar nicht bewusst, welche Dimension es auch annehmen kann, wenn man sich damit mal beschäftigt. BDSM, sich damit zu beschäftigen, bedeutet ja in erster Linie in sexueller Hinsicht, aber was daraus entstehen kann für einen persönlich, das ist, glaube ich, vielen gar nicht bewusst. Diese Momente, manchmal hat man das ja, dass man da wirklich was ganz Krasses in dem Moment hat, dass der andere wirklich auch weint, aus welchem Grund auch immer, da muss man dann gucken. Aber persönlich bringt es einen dann ja weiter, wenn man es zulässt und wenn man das einfach durchlebt.

Daniel:          Auf jeden Fall. Es ist auf jeden Fall immer ein Schritt weiter. Ich glaube, das ist ja das, worum es auch tatsächlich geht, was die Sache eben, ich sag mal so, erhaben auch macht. Das ist schon eine erhabene Form der Sexualität. Es muss nicht unbedingt für jeden das Richtige sein, aber meine Erfahrung ist, diejenigen, die sich drauf einlassen, die sich darin auch wiederfinden, die wollen das dann auch nicht mehr loslassen. Die suchen dann auch immer mehr in dieser Richtung. Umgekehrt, das ist vielleicht auch wichtig zu sagen, du kannst aber auch niemanden hineinzwingen in diese Rolle.

Wenn du ein Paar zum Beispiel hast, da findet man das häufiger, dass der eine merkt, der andere hat bestimmte Neigungen, und er möchte denen jetzt entsprechen, findet sich aber in der gegenteiligen Rolle nicht wieder, dann macht das eigentlich keinen Sinn, sich da hineinzubegeben. Das muss man einfach akzeptieren, und entweder verzichtet der andere dann darauf, das auszuleben, oder, was noch schöner ist, derjenige, der quasi das passsende Gegenstück nicht sein kann oder nicht sein will, gestattet dann seinem Partner, dass er das mit jemand anderem auslebt. Das wäre in dem Fall dann der konstruktivere Weg.

Nika:             Ja, sehe ich auch so, dass ist aber auch eine Nummer, also eine Herausforderung für eine Beziehung. Da muss man schon auf einer gewissen Ebene miteinander zusammen sein, im wahrsten Sinne.

Daniel:          Das ist nicht banal, aber das kann … und manche schaffen es auch nicht. Wenn du jetzt jemanden hast, der eine depressive Grundstruktur hat, der wird das nie über sich bringen, den anderen gehen zu lassen, und wenn es auch nur für zwei Stunden ist. Das ist einfach so eine Überforderung, die kannst du quasi niemandem zumuten. Das ist auch klar. Aber es gibt Konstellationen, wo das durchaus geht, und da kann man auch beiden nur viel Mut wünschen und sagen: Probiert es aus, schaut, was passiert, wenn der andere wieder zurückkommt. Dann müsst ihr halt anfangen, das für euch irgendwie einzuordnen und zu schauen, ob das nicht euch alle beide etwas voranbringt.

Zum einen nimmt es ja auch dem anderen den Druck, etwas sein zu wollen oder zu müssen, was er nicht ist. Wie gesagt, wenn jemand nicht devot ist von seinem Bild her, dann wird er nie diese Rolle einführen. Und da macht es auch beiden keinen Spaß. Das bringt gar nichts. Genauso, wenn ein Mann oder Frau nicht gerne den dominanten Part für sich ausfüllen kann, das kannst du zwar mit ein paar Techniken noch simulieren, und wenn du ein guter Schauspieler bist, dann kommst du ein gutes Stück weiter, aber es wird nie den Spaß machen, dass du diesen Spielspaß auf den anderen überträgst.

Nika:             Welche Voraussetzungen muss eine Beziehung haben, damit sowas funktioniert. Das ist ja schon, wie gesagt, eine richtige Nummer, dem Partner auf der einen Seite zu sagen: Du, ich möchte ganz gerne mal was ausprobieren, was du mir nicht geben kannst. Oder auf der andere Seite: Du, ich will dir das einfach nicht geben. Such dir das woanders.

Daniel:          Das ist Vertrauen zum einen, und, wie gesagt, glaube ich auch, die psychische Grundausstattung beider Partner, die passen muss. Das ist ja nicht so, dass ich mich von dem anderen dann abwende, sondern, wenn ich das jetzt mit jemand anderem mache, bekomme ich etwas, was ein Geschenk für mich ist. Wenn ich dann auch noch weiß, dass der Partner dazu beigetragen hat, dass ich dieses Geschenk bekomme, dann kann ich ihm oder ihr noch mehr dankbar sein. Das glaube ich, ist schon gut. Wie gesagt, auch meine Erfahrung war das.

Es ist immer spannender und interessanter, das mit Menschen zu erleben, mit denen du nicht deinen Alltag teilst. Aber es ist auch eine Frage, klar, jeder muss überlegen: Was bedeutet Liebe für mich. Wenn du natürlich Liebe so definierst, dass du jemand anderen besitzt, und das ist ja, glaube ich, bei 70 oder 80 % der Menschen so, dass sie Liebe so definieren, dann kommst du natürlich über das nicht raus.

Da musst du erstmal an deiner Vorstellung von Liebe arbeiten. Dann wird’s aber auch leichter. Wenn du von diesem Punkt weggehst, dass der andere dein Eigentum oder dein Besitz ist, sondern dass es darum geht, dem anderen Partner möglichst viel an Gutem zu tun, ohne sich selber zu verleugnen, dann kommst du, glaube ich schon, an den Punkt, dass du sagst, du kannst das mal ausprobieren zuzulassen. Wenn der andere dann mit einer sehr positiven oder guten Erfahrung zurückkommt und du vielleicht das auf irgendeine Art und Weise teilen kannst, dann ist es natürlich so, dass man da noch weitergehen kann.

Natürlich kann es schwer sein, wenn zum Beispiel ein Mann diese Rolle nicht ausfüllen will und lässt seine Frau dann mit einem anderen Mann spielen und sie kommt zurück mit irgendwelchen Striemen auf der Haut, dann ist es ein sichtbares Zeichen dafür. Das wird er dann ein paar Tage lang sehen, und damit kann er natürlich dann auch Schwierigkeiten haben und kann sagen: Das gefällt mir jetzt erstmal so nicht. Da wurde auch in meinen Bereich eingegriffen. Aber dann muss er anfangen, sich damit auseinanderzusetzen.

Nika:             Ja, und miteinander reden.

Daniel:          Ja, auch miteinander reden, klar, aber natürlich auch dann eben an sich arbeiten und sagen: Warum gefällt mir das jetzt nicht? Womit habe ich da ein Problem? Vielleicht bringt es ja auch den anderen dazu, ein bisschen weiter zu gehen. Es ist ja meistens so, dass dann einer immer mehr Angst hat als der andere, in so eine Situation zu gehen oder sich mit Sexualität auseinanderzusetzen. Wenn du beide Partner hast, die sehr offen sind damit umzugehen, dann steigt auch die Experimentierfreude. Das ist ganz klar.

Nika:             Wie ist das denn bei dir? Also du hast jetzt gerade eine Sub, aber du hast ja auch schon gesagt, dass du verschiedene hast. Wann endet wo eine Beziehung zwischen dir und deiner Sub?

Daniel:          Wenn sie ausgespielt ist. Nein, es war entweder so, dass es eine persönliche Änderung bei einem der beiden Spielpartner gab. Dass zum Beispiel eine Sub dann in eine Beziehung gegangen ist und gesagt hat, sie möchte jetzt das ihrem Partner nicht mehr zumuten erstmal. Oder am Anfang der Beziehung ist es vielleicht auch nicht gut, mit dieser Sache hineinzugehen. Dann hat man das halt ausgesetzt und gesagt: Okay, dann stellen wir das zurück, dieses persönliche Bedürfnis. Du konzentrierst dich erstmal auf deine Beziehung. Sowas könnte passieren. Oder dass jemand gesehen hat: da erreiche ich eine Grenze für mich, die ich nicht überschreiten will, oder die ich momentan nicht überschreiten will.

Auch das ist völlig legitim. Oder es ist eine Person ins Ausland gegangen, eine Studentin, die dann ein Auslandssemester hat. Das Leben geht da halt normal weiter. All das ist passiert. Oder dass man auch sagt: Okay, was wir jetzt hier miteinander gemacht haben. Das war vielleicht für den Einstieg das Richtige, aber da gibt es noch Bedürfnisse, die ich jetzt nicht befriedigen kann, nicht befriedigen will. Oder einfach die Neugierde ist da, auch was Neues auszuprobieren, nochmal jemand anderes zu erleben in dieser Rolle. Auch da kann man sagen, da ist unser gemeinsamer Weg in dieser Sache jetzt beendet, was aber nie für mich ein Scheitern war oder schlimm war.

Das ist eben der Vorteil, wenn du das eben als reine Spielbeziehung hast. Du gehst auch leichter wieder auseinander. Wenn das Spiel nicht mehr funktioniert, dann ist die Berechtigung dieser Übereinkunft weggefallen Und dann ist es auch kein Problem, das zu beenden.

Nika:             Aber grundlegend geht man dann ja einfach im Guten auseinander, indem man das einfach gemeinsam feststellt.

Daniel:          Ja, da gab es nie Probleme. Das hoffe ich auch, wenn ich mal sagen würde, für mich macht das Spiel jetzt, aus welchen Gründen auch immer, keinen Sinn mehr, dass das dann genauso akzeptiert wird. Das ist so ein bisschen die Übereinkunft. Aber auch da muss man sich halt überlegen, mit wem spielt man oder mit wem gibt man sich ab. Darauf muss man vertrauen, dass das auch einfach eine temporäre Sache sein kann.

Nika:             Daniel, hast du noch Tipps oder Worte für Mädels, für Jungs, für Männer, für Frauen, für was auch immer? Hast du da Worte übrig, wo du sagst, das möchte ich denen einfach allen mit auf den Weg geben, die da Interesse dran haben, an so einer Art von Spielbeziehung?

Daniel:          Ja, also für jemanden, der eine dominante Rolle einnimmt, der sollte sich bewusst sein, was er tut. Nämlich er kreiert Illusionen, Emotionen, Reaktionen, und auf alles das muss er vorbereitet sein. Es macht sehr viel Sinn, sich eben auch nicht nur, was das Handwerkliche anbelangt, mit bestimmten Techniken auseinanderzusetzen, sondern eben auch immer wieder geistig sich da philosophisch mit der Sache zu beschäftigen, oder psychologisch auch. Ich glaube, dann ergibt sich für jeden eine viel größere Art des Spiels. Und ansonsten einfach mutig sein, oder einfach, wie du immer sagst, einfach zu machen.

Das gehört auch mit dazu. Es kann ja nicht so viel passieren, wie man sich immer vorstellt, sondern das, was man verpasst, ist sehr viel größer als die Gefahr, dass man irgendetwas Negatives erlebt. Ansonsten auf das Bauchgefühl vertrauen, dann kommt man schon sehr, sehr weit.

Nika:             Das sind doch wunderbare Schlussworte, oder? Ja Daniel, dann danke ich dir jetzt erstmal für deine Zeit, für deine Worte. Da waren sehr, sehr viele wertvolle Worte für viele Menschen dabei. Ich glaube, wir haben viele Menschen abholen können und ich glaube, für die Frauen, wie gesagt, war Vieles dabei. Ich freue mich jetzt schon auf die Feedbacks, weil ich glaube, Frau hat einfach auch noch nicht diesen Zugang bekommen, und den hast du uns heute gegeben. Das war echt super.

Daniel:          Ich darf mich nochmal ganz herzlich für die Einladung bedanken und ich finde toll, wie du dieses Thema in der von mir vorher angesprochenen Ernsthaftigkeit auch den Menschen näher bringst. Das ist auf jeden Fall ein großer Gewinn. Danke dir.

Nika:             Ich danke dir, Daniel. Das ist echt lieb, dass du das sagst. Pass auf dich auf, und ich wünsche dir alles Gute und wir bleiben aber auf jeden Fall in Kontakt.

Daniel:          Sehr gern.

Ein großes Dank an Daniel.

Ein paar Schlagwörter

Warum macht sie das?

  • aktuell: BDSM greifbarer machen
  • Ermutigen auch einen Blick über euren Tellerrand zu wagen

Wie macht sie das?

  • Ausbruch - neue/alternative Wege gehen
  • Motivation und Inspiration durch Menschen, Momente und nimmersatte Neugierde

Womit macht sie das?

  • Mit Geschichten aus dem wahren Leben.
  • Mit eigener Erfahrung, die sie euch zu Nutze macht.
  • Mit knallharter Wahrheit und derzeit jeder Menge Fakten über die schwarz-bunte Welt der BDSM Szene