#37 Dreier Session – Fühlen hoch zwei

Heute erzähle ich euch von ganz besonders besonderen Situationen, die eben genau das durch Ihre Seltenheit sind – Dreier als Session. Und weil man auf so viele Weisen gefordert, gefördert, aber auch vor allem beflügelt wird.

Heute war es wieder so weit. Ein ganz, ganz toller Tag ist heute gewesen. Ich komme gerade frisch aus dem Studio und möchte die Gelegenheit nutzen, um euch mitzunehmen auf eine Reise, die ich heute hatte. Die ich so nicht so oft habe. Aber ich bin da auch ganz froh drum, um so besonderer ist es immer wieder. Denn meistens ist es ja so, der Gast kommt, man spricht vorher schon mal darüber, was man machen möchte, was passieren sollte, Tabus.

Man spricht alles ab, aber man ist eben nur zu zweit. Ab und ist es eigentlich per Zufall so gewesen, sei es jetzt durch irgendwelche Workshops, oder der Gast wollte, dass eine weitere Dame guckt, oder wollte vorgeführt werden, oder, oder. Da hat man ja schon mal die Gelegenheit, doch irgendwie Teil einer Session zu sein. Aber eben eher auf „passive“ Weise. Man hat in dem Moment einfach nur irgendeine Rolle gespielt, z.B. des Beobachters oder dass man Teil der Session wird in Form von Zuarbeit. Irgendwann habe ich mir dann aber überlegt, wie cool wäre das bitte, wenn ich auf einmal eine Session mit einer weiteren Dame habe, wo wir einfach zu dritt spielen.

Ganz, ganz wichtig war dann: Wie läuft ein Dreier ab? Bzw. in aller erster Linie ging es ja erstmal darum, jemanden zu finden, mit dem ich das auch machen kann. Das kann man ja nicht mit jedem machen, denn wenn man sich menschlich nicht versteht oder sich nicht riechen kann oder das einfach so nicht passt oder die eine ganz andere Art und Weise hat zu spielen als ich, das wäre dann alles komisch gewesen, aber zu meinem Glück gibt es da jemanden, mit der kann ich das sehr gut.

Wir sind auch befreundet und es ist alles cool zwischen uns. Natürlich habe ich auch die Sklavin, mit der ich manchmal zusammen spiele. Das ist dann aber auf anderer Ebene. Denn da sind die Rollen ganz klar gesetzt: Ich bin die Dominante, sie ist die Devote, die Submissive, die einfach mit sich machen lässt bzw. die darauf hört, was ich ihr sage. Das ist immer super. Das macht natürlich auch mega viel Spaß immer.

Kurz als Anekdote: Wir waren vor kurzem bei Paula Lambert zusammen. Da durfte sie auch erzählen und es war so schön sie dabei zu beobachten. Da hat sie jetzt auch eine Folge drüber gedreht, die Paula. Wenn ihr euch die Folge mal anhören wollt, die wurde am 10. Januar veröffentlich auf ihrem Podcast des Scheiterns, so heißt der. Das war auch eine sehr, sehr coole Sache. So konnten wir auch mal ein bisschen über uns und von uns erzählen, wie das alles so abläuft und eben auch über ihre Rolle. Das war auch einer von diesen besonderen Momenten, auf andere Weise, aber voll schön. Das nur nebenbei.

Dreier machen

Aber hier ging es ja darum, mal etwas Neues auszuprobieren

Und da war ich umso glücklicher, dass wir uns quasi sozusagen gefunden haben, ohne uns gesucht zu haben. Wir haben uns einfach irgendwann überlegt: Komm, wir machen das mal zusammen. Natürlich, praktisch ist es sowieso, weil zu zweit ist es ja auch einfach mal schöner. Man hat eine Art Abwechslung. Das ist ja überall so. Die Gäste haben ja sozusagen auch eine Auswahl, sei es visuell als auch haptisch. Da kann man sich so viele Dinge aussuchen, die irgendwie passieren sollen. Und heute war dann so eine Session.

Einer meiner Stammgäste kam, den ich total mag. Ich mag so ziemlich jeden Gast, jeder hat seine besonderen Arten. Bei dem ist es aber irgendwie so: Ich weiß nicht, manchmal trifft man sich, und dann ist sofort eine Sympathie da. Er kam jetzt auch schon öfter zu mir. Man baut das ganze Spiel dann aus. Das kann man ja auch erst, wenn man sich öfter mal sieht. Wir haben so viele Dinge zusammen ausprobiert.

Dann war heute mal die Session zu dritt dran. Ein Dreier.

Ich hatte ihn beim letzten Mal gefragt, ob er grundsätzlich mal Bock auf einen Dreier hätte. Hatte er natürlich! Auf seine nette Weise hat er dann gesagt: Natürlich, zwei sind besser als eine. Das habe ich auch nicht persönlich genommen. Wir hatten halt so unfassbar viele Sachen ausprobiert. Da habe ich mir gedacht: Irgendwie wäre das ja schon spannend, wenn wir diese Sachen, die wir bisher zu zweit ausprobiert haben, einfach auch mal zu dritt ausprobieren. Und Dreier können ja generell interessant werden…

Bei zwei Stunden kann man da sicherlich einiges machen. Und das war dann heute der Fall. Total schön. Im Nachhinein: BDSM ist ja ganz, ganz böse. Deshalb strahle ich jetzt auch gerade so, weil das ja so furchtbar war. Nein, also wir haben zwar viele böse Dinge gemacht, aber am Ende war es, vielleicht auch auf Grund der Ausgangssituation, dass ich sie sehr gut kannte, auch privat, und ihn auch schon kannte, einfach schön.

Ganz am Anfang hatte er auch einmal eine Session bei ihr, sprich sie waren sich auch nicht so fremd. Das war daher schon eine coole Grundsituation. Dass das jetzt so wurde, da habe ich eigentlich schon mit gerechnet, aber freut mich natürlich umso mehr, dass es dann am Ende auch eine Session war in der Form, wie sie war, einfach alles cool.

Dreier: Wir haben vieles gemacht und ausprobiert

Davon möchte ich euch jetzt gerne erzählen, denn natürlich gingen mir vor der Session auch so diverse Fragen durch den Kopf: Was macht man denn jetzt? Natürlich die Sachen, die man vorher ausprobiert hat, die kann man dann ja auch miteinander verbinden. Der eine macht das, während der andere das macht. Das war klar. Aber ich konnte das schlecht einschätzen, denn wir haben natürlich unser Special, was wir da so anbieten zu zweit – das haben wir natürlich des Öfteren mal promotet bei unseren Gästen, aber oft kam die Ausrede:

Dreier ok, aber zwei schaffe ich nicht.

Als würde es irgendwie darum gehen, dass er uns da beide befriedigen muss. Diese Angst der Männer war ganz süß. Das hatte jetzt meiner heute aber auch. Er meinte: Natürlich, grundsätzlich, auf jeden Fall ja, das machen wir auf jeden Fall. Aber wie mache ich das denn? Wie händel ich denn zwei Frauen? Ich sage: Lass das mal unsere Sorge sein, wir kümmern uns schon um dich. Das war die größte Angst, die er dann hatte. Am Ende hat er auch gesagt, dass er es ganz anders eingeschätzt hätte und dass das alles wie im Flow war.

Wir haben alle super miteinander funktioniert. Meine Freundin und ich, wir haben uns natürlich vorher Gedanken darüber gemacht, was wir wie wann wo machen. Wir hatten ja auch den passenden Raum, wo man diverse Male umziehen konnte sozusagen. Von daher konnten wir ihm seine Angst nehmen, als es angefangen hat.

Jetzt könnte man sich ja fragen: Was macht man zwei Stunden lang? Aber man soll es nicht überschätzen, denn zack, waren die zwei Stunden rum. Die Frage, die man sich stellt, was man in zwei Stunden macht, die kann ich ganz, ganz einfach beantworten. Wir haben natürlich angefangen mit kleinen Sticheleien: diese Klassiker mit Nippel und Hoden abklemmen und ein bisschen Verbalerotik. Was man so macht. Dann gibt es einen besonderen Stuhl, da kann man ihn dann festmachen, indem er sich breitbeinig da drauf setzt. Wir haben ihn mit Seilen gefesselt, also richtig schön. Während die eine dann fesselt, spielt die andere mit ihm, wie wir das am Anfang auch schon gemacht haben.

Wichtig beim Dreier: miteinander reden

Man fragt: Was ist denn für ich in Ordnung? Was nicht? Dann kommen mal hier ein paar Gewichte an die Hoden. Man kann spielen mit Augenmasken, mit Knebeln. Da gibt es unfassbar viele Möglichkeiten, wie man auch mit den Sinnen der Gäste spielt. Der eine oder andere weiß das vielleicht im Privaten auch: Wenn ein Teil die Augen verbunden hat, dann ist ja ein Sinnesorgan weg, sodass sich der zu Bespielende auf die anderen Sinne konzentriert. So ist das bei Gästen ja auch.

Das ist natürlich für ihn, vor allem wenn es vier Hände statt zwei sind, umso spannender, wenn er auch noch die Augen verbunden bekommt. Oder einen Knebel in den Mund, dass er nicht reden darf oder kann. Das hat man schon gemerkt, da reagiert der Körper dann doch öfter mal mit einer Gänsehaut oder sowas. Das war cool zu beobachten.

Dreier

Kunterbunte Spielchen bei Dreier

Dann natürlich Harnröhrendehnung. Hatte ich ja auch schon öfter mal in einem Nebensatz zumindest mal erwähnt. Denn das ist immer so eine Sache. Aber Harnröhrendehnung: dieser Gast steht da voll drauf. Und ich fand das total schön und passend, dass er das heute auch haben wollte. Ohne jetzt ins Detail gehen zu müssen kann man sich das vorstellen, wie sich sowas abspielt. Zwar ist da immer viel Vorbereitung von Nöten, aber auch da kann man den Gast schön ablenken, wenn man zu zweit ist. Während ich das alles vorbereitet habe, hat die andere sich dann darum gekümmert, dass es ihm gut geht bzw. dass er daran erinnert wird, wo er gerade ist und dass er jetzt gerade der devote Teil ist, und, und, und.

Normalerweise hätte ich jetzt die Harnröhrendehnung durchgeführt, aber dieser Gast ist einer, der macht das selber. Dreier hin oder her.

Total cool. Ich hatte schon mal einen Gast, der sehr geübt darin ist und der das, glaube ich, auch hobbymäßig zuhause macht. Zumindest kam mir das so vor, allein schon, weil er diese Zollgrößen auch mitgebracht hatte. Unfassbar. So ähnlich wie die Folge über den Katheter-Gast. Der hat sich ja auch diverse Schläuche eingeführt. So war dieser jetzt auch. Natürlich in kleinerem Maße, in dünnerem Maße in diesem Zusammenhang. Aber er hat es selber gemacht, sodass er die beiden Hände ja sowieso schon quasi belegt hatte. Er musste sich ja um sein Genital kümmern und um den Stab, der da rein und raus geschoben wurde.

Und währenddessen konnte man ja auch weiter spielen, zu zweit, zu dritt, wie auch immer. Frau ist ja oft ein bisschen flexibler, wenn es um Frauen geht. Die visuelle Komponente darf man ja auch nicht unterschätzen. Viele Männer mögen es ja sehr, wenn sich zwei Frauen gut verstehen. Das war halt sehr, sehr schön, das heute auch machen zu können, eben weil diese Grundsympathie da war. Das war mal eine feine Sache.

Der Dreier und die Melkmaschine

Und ein Highlight dieser Session war, als dieser Mensch mich dann gefragt hat, ob er auch mal die Melkmaschine ausprobieren dürfe. Melkmaschine ist das Unwort des Jahrtausends für mich. Ich kann das einfach nicht greifen, dieses Wort. Ich finde das so furchtbar. Was ist es? Es ist eine Maschine, die das alles mechanisch übernimmt, mit einem Aufsatz für den Penis. Dann entsteht ein Vakuum und dann ist es auch ein ganz, ganz furchtbares Geräusch, als würde man irgendwie – ach, ich weiß es nicht. Auf jeden Fall wollte dieser Mensch das heute mal ausprobieren. Das ist natürlich auch voll cool gewesen, dass wir das heute zusammen ausprobieren konnten.

Denn natürlich muss sich der eine darum kümmern, dass das alles richtig zusammengebaut und aufgesetzt wird. Dann gibt es ja diesen Regler, der für schnell/langsam sorgt, wieder schnell, ein bisschen langsam.

Während der eine das dann macht und sich darum kümmern muss, kann der andere ihn dann wieder bespielen und so. Man kann sich dann wieder einfach mehr fallen lassen, auf verschiedene Art und Weise. Ich kann nur sagen, das war auch für mich wieder eine sehr besondere Erfahrung. Klar, fordert es einen, weil man da ja schon ein bisschen darauf angewiesen ist, dass das auch vom Ablauf her alles richtig läuft, dass man sich abspricht, dass das durch Blicke funktioniert, dass wir uns nicht verhaspeln oder beide was machen, was am Ende zu viel ist. Aber das hat heute super geklappt.

Ich bin so dankbar dafür, dass der Gast das auch so mitgemacht hat. Denn es waren ja so viele Sachen dabei. In den zwei Stunden haben wir so unfassbar viele Dinge getan, vom Gyn-Stuhl über diesen Breitbein-Stuhl, auf der Liege, dann Nervenrad, da wieder ein bisschen Bondage, Dilatoren, also Harnröhrendehner, und am Ende dann diese Melkmaschine. Ich will das gar nicht aussprechen, dieses Wort.

Aber am Ende ist es das ja wirklich. Erfahrungsgemäß kann ich sagen, dass anscheinend viele Männer Dreier mögen und manche gerne so abgemolken werden wollen. Ich finde es krass, dass das viele Männer mögen, aber vielleicht liegt es auch einfach daran, dass es so unfassbar freakig ist, diese Maschine zu benutzen. Wenn ich ein Kerl wäre, würde ich es wahrscheinlich auch irgendwie cool finden, allein, weil es praktisch ist. Man muss es nicht selber mit der Hand machen. Alle anderen Nebengeräusche muss man da einfach mal ausblenden. Aber worauf ich hinauswollte: Ich finde es halt total toll, wenn Gäste, und das zeigen die uns ja dadurch auch, auch so flexibel und auch mal neugierig sind, mal ausprobieren und sagen: Ich habe keine Ahnung, ob ich das schaffe, ob ich zwei Mädels „händeln“ kann.

Ob ich all die Eindrücke vereinbaren kann? Und ob das zu viele Eindrücke sind? Ob mich das überfordert in jeglicher anderen Form? Aber nein, dieser Gast hatte heute natürlich diese Ängste, aber er hat sich einfach mal in unsere Hände gegeben und hat auch zwischendurch so Dinge gesagt wie, dass sich das alles viel intensiver anfühlt.

Natürlich, rein anatomisch bedingt, vier Hände können natürlich mehr erreichen als zwei, und die sind auch an mehreren Stellen als zwei.

Aber auf so viele andere Weisen war es für ihn total schön und vor allem reizend. Das ist auch der Grund, warum ich diese Folge gemacht habe, weil er das so schön mir auch selber beschrieben hat, dieses Thema „Fühlen“. Da geht es in jeglichen Bereichen, auch gerade in der BDSM-Szene, viel um Fühlen bzw. sehe ich das so. Ich merke das ja durch die Gäste immer und durch mich selber auch. In mir gehen natürlich auch immer so viele Sachen vor, sei es im Kopf, dass ich Impulse mitnehme oder auf einmal mich selber in so einer Situation wiederfinde, wo mir selber bewusst wird:

Okay, krass, was ist hier jetzt gerade? Warum nimmst du das so intensiv wahr? Was hat dich jetzt schon wieder gefördert in dem Bereich?

Aber natürlich auch anatomisch. Ich kann mich ja nicht davon freisprechen, dass auch anatomisch bei mir sowas passiert. Ist ja nicht so, als wäre das so eine ganz fiese Nummer gewesen, dieser Dreier in anderer Form. Die Eindrücke, die ich da hatte, was passiert da? Da sind drei Menschen, mein weibliches Gegenstück ist ja auch natürlich eine sehr schöne Frau. Puh. Dann der Gast: Super sympathisch, groß, massig. Natürlich geht da bei einem selber auch was im Kopf los, wo man sich dabei erwischt, wie man manche verbotenen Gedanken hat.

Alle drei haben sich gefühlt auf ganz besondere Weise

Ich kann mich nur immer wiederholen, und das hat der Gast nachher auch gesagt. Wir müssen das auf jeden Fall wiederholen, eben weil es so besonders war vom Fühlfaktor und vom Wohlfühlfaktor her. Man muss viel öfter gucken, dass man sich selber wieder fühlt. Man ist immer so abgelenkt von so vielen anderen Dingen, im Leben, im Alltag, wie auch immer. Vielleicht ist das deshalb auch der Grund, warum ich hier gerade wieder mal euphorisiert schreibe, weil ich mich heute auch wieder auf besondere Weise gefühlt habe. Ich habe wieder was für mich Neues ausprobiert, weil ich das mit dem Gast ja auch noch nicht gemacht habe. Und die nächsten Tage werde ich auch noch weitere Sessions mit ihr haben, da werde ich auch noch mal genau gucken. Klar, die nächste wird eine Klinik-Session sein, das wird dann wieder in einem ganz anderen Zusammenhang stehen. Das werden auch ganze andere, wahrscheinlich nicht ganz so sexuelle Eindrücke sein. Aber richtig cool, dass man durch sowas sich fühlen lernt.

Also vom Gefühl her auf jeden Fall heute eine unfassbar intensive Nummer gewesen. Ein alternativer Dreier.

Ein paar Schlagwörter

Warum macht sie das?

  • aktuell: BDSM greifbarer machen
  • Ermutigen auch einen Blick über euren Tellerrand zu wagen

Wie macht sie das?

  • Ausbruch - neue/alternative Wege gehen
  • Motivation und Inspiration durch Menschen, Momente und nimmersatte Neugierde

Womit macht sie das?

  • Mit Geschichten aus dem wahren Leben.
  • Mit eigener Erfahrung, die sie euch zu Nutze macht.
  • Mit knallharter Wahrheit und derzeit jeder Menge Fakten über die schwarz-bunte Welt der BDSM Szene